Trump verkündet weitere Abkommen zur Senkung von Medikamentenpreisen

Politik

US-Präsident Donald Trump hat am Montag neue Vereinbarungen zur Senkung von Medikamentenpreisen mit mehreren Pharmaunternehmen bekanntgegeben. Zu den Konzernen gehören unter anderem die australische CSL, die indische Sun Pharmaceutical und der belgische Pharmakonzern UCB, wie Trump bei einem Treffen im Weißen Haus mitteilte. Die Unternehmen hätten zugesagt, Medikamente für das staatliche Gesundheitsprogramm Medicaid zu Meistbegünstigten-Konditionen anzubieten.

Dies sei ein „enormer Rabatt, der die Kosten für die medizinische Versorgung erheblich senken dürfte“, sagte Trump. Wie viele Medikamente die Vereinbarungen umfassen und wie hoch die Einsparungen für den Staat oder die Patienten tatsächlich ausfallen, ist jedoch unklar. Das Weiße Haus veröffentlichte keine Einzelheiten. Kritiker wie die Verbraucherschutzorganisation Public Citizen äußerten sich skeptisch.

Die neuen Vereinbarungen seien ein Ablenkungsmanöver vom gescheiterten Plan der Regierung, die US-Medikamentenpreise auf das Niveau anderer reicher Länder zu senken. Medicaid erhalte bereits nach geltendem Recht hohe Rabatte von den Herstellern.

Amerikaner zahlen deutlich mehr

Hintergrund ist, dass Verbraucher in den USA deutlich mehr für verschreibungspflichtige Medikamente zahlen als in den meisten anderen Industrienationen. Die Regierung hatte bereits im vergangenen Jahr ähnliche Abkommen mit 17 der weltgrößten Pharmakonzerne geschlossen, darunter Pfizer, Eli Lilly und Novo Nordisk.

Die jetzige Ankündigung erfolgt vor den Zwischenwahlen im November, bei denen über die Mehrheit im Kongress entschieden wird. Der israelische Generikahersteller Teva teilte mit, er befinde sich noch in Gesprächen mit der Regierung.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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