
Heute um 18.30 Uhr beginnt die Saison der 2. Liga. Und mit dabei ist ein Verein, der wie ein Erstligist wirkt: Blau-Weiß hat nach dem Abstieg ordentlich eingekauft, 15 Neue sind nach Linz gekommen, dazu ist der ewige Goalgetter Ronivaldo geblieben.
Die Sponsoren zahlen wie bei Großklubs ein. Das Stadion ist alleine mit Abonnenten gut gefüllt.
Und auch die Popularität passt eigentlich nicht in die zweite Spielklasse: Laut einer Studie vom Marketinstitut (Sample 2.300) ist Blau-Weiß der sechstbeliebteste Verein des Landes.
Nur knapp hinter dem LASK
Mit neun Prozent der Fans, die den Absteiger als Lieblingsverein nennen, liegt Blau-Weiß nur hauchdünn hinter Meister LASK und der Wiener Austria (je 10 %).
An der Österreich-Spitze hat übrigens Salzburg (durch ein Plus bei den Jüngsten) Rapid mit 16 zu 15 % überholt.
Das alles garantiert aber nicht den erhofften sofortigen Wiederaufstieg. Denn Absteiger haben es in der bodenständigen 2. Liga traditionell sehr schwer.
Es ist kein Zufall, dass es seit 30 Jahren und dem sofortigen Wiederaufstieg des FC Linz einen Absteiger-Fluch gibt.
Wer könnte Liga-Krösus Blau-Weiß abfangen?
Die Herausforderer
Admira-Präsident Tschida sieht die Südstädter zwar auf dem Weg zurück in die Bundesliga, die Transfers, die Vorbereitungsergebnisse und die Cup-Blamage gegen Leithaprodersdorf deuten aber auf ein schwieriges Jahr hin.
Bessere Chancen auf den Aufstieg hat sicher NÖ-Konkurrent St. Pölten. „Wir sind weiter als in der Vorsaison“, sagt SKN-Coach Sekerlioglu. Da war Lustenau nur hauchdünn vorne. Der deutsche Rückkehrer Luis Hartwig (war schon 2022/23 beim SKN) soll beim besten Ballbesitz-Kick der Liga nach der Verpflichtung am Donnerstag künftig den Goalgetter geben.
Ein ähnlich großes Budget wie Blau-Weiß hat die Vienna. Der von Amstetten gekommene Trainer Enengl versucht, den gut besetzten Kader auf ein stärkeres Pressing hinzutrimmen.
Der Überraschungskandidat
Routiniers mit Bundesliga- und Auslandserfahrung, dazu Talente mit Potenzial – Austria Salzburg geht mit einem spannenden Kader in die zweite Zweitligasaison. „Wir sind eine Klasse besser als letztes Jahr“, betont Sportdirektor Roland Kirchler, der dieses Team zusammengestellt hat.
Zuletzt lotste er Routinier Simon Pirkl von Absteiger BW Linz nach Salzburg und stach bei diesem Transfer sogar Bundesligist WSG Tirol aus.
Die Attraktion
Vor vier Jahren musste der FC Wacker Innsbruck nach einem Konkurs und Zwangsabstieg in der 5. Liga neu starten. Nach drei Meistertiteln in Folge meldet sich der Traditionsverein in der 2. Liga zurück.
Die Euphorie und das Zuschauerinteresse sind ähnlich groß wie die Ambitionen des FC Wacker, der spätestens in drei Jahren wieder erstklassig sein will.
Dank der strategischen Partnerschaft mit Los Angeles FC und Bayern München hat Wacker einen 6,5-Millionen-Euro-Etat, am Transfermarkt hielten sich die Innsbrucker bislang aber zurück.
Drei Verstärkungen werden in den nächsten Wochen aber noch kommen.
Die Unbekannte
Nur weil es aus der Ostliga keinen Aufsteiger gibt, ist SW Bregenz noch in der 2. Liga am Ball.
Das finanziell oft am Limit agierende Ländle-Team ist eine echte Wundertüte und schickt eine halbe Weltauswahl ins Rennen: Fünf Japaner, fünf Brasilianer sowie Spieler aus Sierra Leone, Albanien, Guyana und Jamaika stehen im Bregenz-Kader.
Source:: Kurier.at – Sport



