Jakob Schöller bei Rapid: Der Plan mit dem jüngsten Führungsspieler

Sport

Als Jakob Schöller im Sommer 2024 um 500.000 Euro von der Admira zu Rapid wechselte, war der damals 18-Jährige rekonvaleszent. Sobald der Verteidiger mittrainieren konnte, zeigte sich Robert Klauß begeistert.

Der damalige Trainer traute Schöller, der neben Raux-Yao und Dahl zum sprintstärksten Trio zählt, eine internationale Karriere zu.

Die Trainer als Fans

Ähnlich lief es 2025 unter Peter Stöger. „Gebt’s ihm den Zehner“, schrie der Coach im Trainingslager, als das Talent mit der Nummer 4 wie ein Spielmacher durch die Reihen tanzte und wie ein Stürmer verwertete.

Bei einer Grätsche im nächsten Training verletzte sich Schöller – wieder einmal.

Und Johannes Hoff Thorup?

Im Jänner antwortete er bei der ersten KURIER-Frage sehr zurückhaltend zu Schöllers Können. Der mittlerweile 20-Jährige konnte nicht ins Trainingslager, weil der Grundwehrdienst gerade begann.

„Vielleicht war ich damals sauer, dass Jakob lieber beim Militär war“, sagt Hoff Thorup – aber das ist nur ein Gag. Der Däne hat eine Nähe zum Militär (nur ein Brief der Oma hielt ihn von einer Karriere als Berufssoldat ab) und weiß natürlich, dass Schöller während der ersten Heereswoche in Österreich bleiben musste.

„Musste sich erst stabilisieren“ 

„Tatsächlich wusste ich vor dem ersten Training, wie wichtig Schöller werden wird. Er kann auf höchstem Niveau performen“, betont Hoff Thorup, der ja alle Spiele der Herbstsaison analysiert hatte. „Ich wollte damals nur nicht durch öffentliches Lob Druck aufbauen bei einem Jungen, der sich erst stabilisieren musste.“

Heikle Belastung

Der Mödlinger kämpfte über Jahre mit Verletzungen, oft waren es die Muskeln. Im Frühjahr wurde die Einsatzzeit deswegen sehr vorsichtig gesteigert. „Wir sind draufgekommen, dass bei mir die Trainingssteuerung noch wichtiger ist und wann ich wie belastet werden kann.“

  Anastasia Potapova in Washington ausgeschieden

Jetzt fühlt sich der U-21-Teamspieler top-fit.

Das Selbstvertrauen wurde gestärkt durch die Ernennung zum Vizekapitän hinter Seidl. „Jakob ist zwar noch jung, aber mit seiner Persönlichkeit ideal für dieses Amt“, erklärt Hoff Thorup.

„Die Schleife ist Ehre und Verantwortung zugleich. Ich will in der Mannschaft eine Führungsrolle einnehmen, den Mitspielern Sicherheit geben und am Feld mit Ruhe führen“, sagt der Aufsteiger, der die Innenverteidiger-Kollegen Cvetkovic und Raux-Yao überholt hat: Beide hatten öfters die Schleife getragen.

Am Sonntag gegen Altach wird Schöller zur Handvoll Rapidler zählen, die wieder in die Startelf rotieren.

Hoff Thorup: „Ich bin bei den Rotationen ganz ehrlich mit den Spielern. Vielleicht sind dann manche trotzdem frustriert – aber so wissen sie zumindest, was los ist.“

…read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

(Visited 1 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.