
Der Transparenzbeirat will im ORF auch ältere Fälle „ohne Scheuklappen“ aufrollen und bis Ende Juni Bericht ablegen. Das sagte die Sprecherin Bettina Knötzl im Ö1-Morgenjournal. Gemeint sind neben dem Ex-General Roland Weißmann auch die Vertragsstreitigkeiten mit dem mächtigen Manager Pius Strobl sowie die Berichte zu ORF-III-Chef Peter Schöber und Ex-ORF-NÖ-Chef Robert Ziegler.
Und die Causa Weißmann hat sich auch in eine andere Richtung weitergedreht. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nach einer Anzeige nun gegen jene ORF-Mitarbeiterin und ihren Anwalt, die die Vorwürfe gegen Weißmann eingebracht haben, berichtet die Kronen Zeitung.
In den alten Fällen im ORF seien nur halbherzig oder keine Konsequenzen gezogen worden, so Knötzl. „Ein gut funktionierendes Compliance-System setzt auch voraus, dass es adäquate Konsequenzen gibt. Sonst ist es nicht glaubwürdig“, sagt sie. „Wir wollen sehen: Wie kann es sein, dass eine Führungspersönlichkeit sich unangemessen verhält und warum wird so ein Verhalten nicht im Unternehmen transparent gemacht.“
Auch die Rolle des Stiftungsrates soll beleuchtet werden. ORF-Chefin Ingrid Thurnher will die Empfehlungen des Beirats eins zu eins umsetzen.
Source:: Kurier.at – Kultur



