
Wenn Timo Hammarberg und Tim Berger von ihrem ersten großen Coup als Beachvolleyballer erzählen, dann müssen sie unweigerlich grinsen.
Es war im Sommer 2024, als die beiden jungen Österreicher im Hamburg dem Brasilianer Evandro einen Schlagabtausch lieferten, einem Weltmeister seines Faches (2017) und zigfachen Champion.
Die Nobodys smashten Evandro und seinen Partner Arthur mit 2:0 ab und sorgten für eine faustdicke Überraschung. „Evandro hat sich damals gedacht: Zwei österreichische Kinder in der ersten Runde, was soll da schon passieren?“, erzählt Timo Hammarberg. Nachsatz: „Leider unterschätzt uns inzwischen keiner mehr.“
Einzug ins EM-Achtelfinale
Das ist aber auch schon so ziemlich das einzige Dilemma, in dem Timo Hammarberg (22) und sein Partner Tim Berger (21) stecken. Die jungen Nobodys haben sich in Windeseile im Beachvolleyball einen Namen gemacht und zählen mittlerweile zu den besten Teams der Welt.
In der Weltrangliste scheint das Duo bereits auf Rang 8 auf, bei der EM in Stare Jablonki (POL) sicherten sich Hammarberg/Berger am Donnerstag den Gruppensieg und stürmten ohne Satzverlust ins Achtelfinale.
Dabei waren die zwei im vergangenen Jahr noch vorrangig auf der zweitklassigen Challenger-Tour im Einsatz.
Perfekte Ergänzung
„Unser Ziel war es, irgendwann einmal ganz vorne mitzuspielen, das ist jetzt schneller gegangen, als wir gedacht haben“, sagt Timo Hammarberg, der seit sieben Jahren mit Tim Berger, dem Sohn des ehemaligen Beachvolleyball-Europameisters Nik Berger (2003) gemeinsame Sache macht.
Die beiden haben sich zwar nicht wirklich gesucht, aber sie haben sich gefunden und bilden mit ihren Fähigkeiten ein perfektes Tandem. „Wir sind ziemlich verschieden, das macht uns als Team auch aus“, erzählt Tim Berger. „Ich bin auf dem Court eher der Freigeist, Timo ist der Professor und Stratege. Wir ergänzen uns perfekt.“
Hohe Ziele
Die fehlende Routine machen die beiden Österreicher durch Spielwitz, Intuition und mutige Strategien wett. Damit behielten sie auch schon gegen die schwedischen Olympiasieger und Weltmeister Ahman/Helvig die Oberhand die ebenfalls bereits auf ihrer Abschussliste stehen.
Der rasante Aufstieg hat zwangsläufig auch die Erwartungshaltung nach oben schnellen lassen. Mit Achtungserfolgen wollen sich Timo Hammarberg und Tim Berger nicht mehr zufrieden geben, vielmehr fühlen sie sich bereit, nach den Titeln und Trophäen zu greifen.
„Es gibt viele Dinge, die wir noch verbessern können. Es geht vor allem um die Konstanz“, sagt Timo Hammarberg. „Dass wir mit den Besten mithalten können, haben wir bewiesen. Wir wollen das aber öfter zeigen.“
Source:: Kurier.at – Sport



