
Zehn Spiele unbesiegt, aber in vier Matches hat Sturm Graz kein Tor aus dem Spiel heraus erzielt. Der Meister steht für Stabilität, aber zuletzt auch für Ungefährlichkeit vor dem gegnerischen Tor. Dennoch – die Steirer zeigen sich gegenüber dem Herbst verbessert.
Seit Fabio Ingolitsch das Trainer-Zepter schwingt, geht es langsam aufwärts. Vor dem Match in Salzburg (17 Uhr/live Sky) spricht der 34-jährige Salzburger über seine Arbeit als Chefcoach von Sturm Graz, sein „Steirer-Dasein“ und seinen Zugang zur Mannschaft.
KURIER: Sie wissen, welcher Tag der Freitag war?
Fabio Ingolitsch: Natürlich. Es war der Geburtstag von Sturm, das war ein Feiertag gewissermaßen hier in Graz.
Wie viel vom Sturm-Gen steckt in Fabio Ingolitsch?
Es ist ja nicht so, dass ich erst seit meinem Amtsantritt jetzt mit dem Klub konfrontiert bin. Ich war schon länger mit Sturm in Kontakt, auch weil mein Bruder Sandro hier spielte. Aber auch mit dem damaligen Sportchef Andreas Schicker war ich in Kontakt. Und da wir Verwandte in Graz haben, die uns mit Sturm-Utensilien eingedeckt haben, war der Verein immer ein Thema. Ich habe sogar in Sturm-Bettwäsche geschlafen. Aber dieser Klub weckt eine Leidenschaft, die in ganz Graz spürbar ist. Mit dieser gehe ich auch in den Beruf hinein.
Etwas verschlafen wirkte bei aller Stabilität zuletzt die Offensive. Sie sagten zuletzt, dass es Sturm nicht leicht hätte, weil die Gegner in Graz zuletzt immer einen Mannschaftsbus hinten reinstellen …
Als ich angetreten bin, war es mir wichtig, dass wir gegen den Ball besser werden, da wurde ich mittlerweile bestätigt. Das Pressing gegen den Ball klappt sehr gut. Aber wir müssen selbst im Spiel mit dem Ball besser werden, konkreter werden, Chancen spielen wir uns ohnehin heraus. Aber da haben wir noch sehr viel Potenzial, da gilt es, in den nächsten Wochen die Hebel anzusetzen. In Salzburg wird es für uns wohl – zumindest in diesem Aspekt – einfacher, weil sie auch gewinnen wollen und müssen. Wir werden ihnen aber mit hohem Pressing das Leben so schwer wie möglich machen. Wichtig ist, dass wir eine gute Energie auf den Platz bringen.
Einer der Aufsteiger seit Winter ist Paul Koller, der im Winter wie Sie aus Altach kam und die Defensive mitstabilisiert hat. Ist es einfacher, einen Spieler mit gemeinsamer Erfahrung in den Reihen zu haben?
Sturm war sich mit Paul schon vor meiner Ankunft in Graz einig. Aber natürlich wusste ich, wie er uns helfen kann, wo ich ihn einsetzen kann. Aber nicht nur er ist eine Verstärkung, sondern auch Albert Vallci. Beide sind physisch sehr stark. Aber man darf nicht vergessen, dass eine gute Defensivarbeit nicht nur in der Verteidigung stattfindet, sondern bereits im Sturm beginnt. Und da klappt es in allen Belangen sehr gut.
Hat sich für Sie selbst das Leben in Graz verändert?
Die Arbeit ist die gleiche wie in Altach. Aber natürlich merkt man, welch große Bedeutung Sturm hier für die Gesellschaft hat, die Erwartungshaltung ist eine andere. Hier werden Titel erwartet, nicht nur eine gute Platzierung.
Sturm hat seit Langem ein Team mit vielen Nationalitäten. Was ist die Amtssprache in der Kabine?
Ich halte es so, dass …read more
Source:: Kurier.at – Sport



