Kaffeebauern, Pharaonen, Löwen: Die Kosenamen der WM-Teams – nur Österreich hat keinen

Sport

Man kann sich seinen Kosenamen nicht aussuchen. Er wird einem einfach verpasst, ob es man nun will, oder nicht. Und ist er erst einmal da, wird man ihn auch nicht mehr los. 

Irgendwann ist dieser Name dann so geläufig, dass jedem sofort klar ist, was es geschlagen ist.

Wenn etwa im Sechzehntelfinale dieser WM die Elftal auf die Löwen vom Atlas trifft, muss kein Fan im Lexikon der Fußballbegriffe nachblättern: Hinter diesen Kosenamen verbergen sich, wie jeder Anhänger weiß, die Nationalteams von den Niederlanden und Marokko.

Los Canaleros

Mittlerweile kommt kaum noch eine Mannschaft ohne einen Überbegriff aus. Bei afrikanischen Teams wird gerne Anleihe aus der Tierwelt genommen, oft spielt die Farbe der Trikots eine Rolle, immer sind es Kosenamen, die bei den Fans große Emotionen auslösen.

Wie die Niederlande, die neben Elftal auch noch Oranje genannt wird, haben manche Teams sogar zwei Kosenamen. Equipe Tricolore (wegen der Fahne) und Les Bleus (wegen der blauen Trikots) stehen für die französische Mannschaft. WM-Teilnehmer Panama ist als La Marea Roja (die rote Flut) oder in Anlehnung an den Panama-Kanal Los Canaleros bekannt.

Klangvoller Name

All diese Bezeichnungen haben sich längst eingebürgert und im Sprachschatz der Fußball-Anhänger verewigt. Wer Rekordweltmeister Brasilien meint, der redet ehrfürchtig von der berühmten Seleção (Auswahl) – ein Begriff so klangvoll wie die Kosenamen der Brasilianer von Pelé über Socrates bis Zico

Argentiniens Fußballheld Lionel Messi hat die Albiceleste (die Hellblauweißen) 2022 zum dritten WM-Titel geführt, das Team vom Nachbarland Uruguay wird hingegen nur La Celeste (die Hellblauen) genannt. Mitunter besteht sogar Verwechslungsgefahr. Sowohl Belgien als auch Südkorea reklamieren für sich die Bezeichnung Rote Teufel.

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Reich der Tiere

Auch das offizielle Wappen oder die Landesfahne spielen eine Rolle: Die Engländer werden nicht etwa Three Lions gerufen, weil sie schon drei WM-Titel hätten (es ist tatsächlich nur einer), sondern weil seit dem Jahr 1198 drei Löwen das englische Wappen zieren. Ähnlich verhält es sich bei den Schweden, deren Name Tre Kronor auf das jahrhundertealte Landeswappen mit drei Kronen zurückgeht.

Grundsätzlich ist der Fußball aber eine ziemlich tierische Angelegenheit. Das österreichische Team hatte es in der Nacht auf heute mit Les Fennecs, den Wüstenfüchsen aus Algerien zu tun. 

Im bunten Zoo der WM-Teams sind weiters noch zu bestaunen: Elefanten (Elfenbeinküste), grüne Falken (Saudi Arabien), blaue Haie (Kap Verde) und jede Menge Raubkatzen: Von den Löwen von Teranga (Senegal) über die Leoparden (DR Kongo) bis hin zu den Löwen von Mesopotamien (Irak).

Das ägyptische Nationalteam wird – wie kann es anders sein – die Pharaonen genannt, die Kolumbianer sind wegen ihrer Kaffeeanbaukultur Los Cafeteros, die südafrikanischen Fans rufen ihr Team liebevoll Bafana, Bafana (die Jungs). Die Australier wiederum bejubeln ihre Socceroos, in Neuseeland weiß jeder, dass mit den All Whites die Fußballer und nicht die Rugbyspieler (All Blacks) gemeint sind.

Deutscher Flop

Aus Ghana kommen die Black Stars, in Haiti sind Les Grenadiers daheim, selbst WM-Neuling Curaçao hat einen Kosenamen: Blue Wave, die blaue Welle. Nicht zu verwechseln mit der Squadra Azzurra, die Italiener machen zum dritten Mal in Folge bei der WM blau.

Es fällt auf, dass man in deutschsprachigen Ländern deutlich unkreativer ist: Das Nationalteam aus …read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

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