Kalajdzic Last Minute: Österreich erzitterte sich den Spanien-Hit

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Erstmals seit 1982 überstand Österreich bei einer WM die Vorrunde und steht in der K.o.-Phase. Ein 3:3 gegen Algerien reichte, um mit den Fans in Kansas City jubeln zu können. Doch es war haarscharf. Nun schlüpft man im Sechzehntelfinale in Los Angeles gegen Spanien wieder in die Rolle des Außenseiters.

Die Österreich wärmten  gerade im Arrowhead Stadium auf, als endlich finale Klarheit herrschte. Die Republik Kongo wies mit dem Sieg gegen Usbekistan den Weg: Österreich und Algerien benötigten ein Remis für den Aufstieg, das Motto lautete: Verlieren verboten! Wer hätte vor der WM gedacht, dass Fußball-Österreich plötzlich dermaßen großes Interesse am „Kracher“ Kongo gegen Usbekistan zeigen könnte.

Stimmungstechnisch war Algerien im Vorteil, weil in Überzahl und daher lauter bei 69.045 Zuschauern. Teamchef Ralf Rangnick setzte auf die Jordanien-Startelf, mit Alaba in der Abwehr, Laimer am rechten Flügel, Schmid im Zentrum, nur Arnautovic ersetzte im Angriff Kalajdzic. Beide Teams begannen engagiert, Österreich versuchte anzupressen, Algerien tat es in Ansätzen gleich, ebenso verbanden die zwei Mannschaften Fehler im Spiel nach vorne.

Arnautovic sah nach einem Foul Gelb, griff sich wenig später nach einer Aktion aufs Knie, lief aber bald wieder rund. Das gegenseitige Abtasten wurde von der Trinkpause unterbrochen, die Spieler kehrten mit neuen Anweisungen zurück ins Geschehen. Es dürften die richtigen gewesen sein. Ein weiter Pass von Alaba, traumhaft geschlagen,  landete bei Arnautovic, der den Ball annahm und an  Tormann Benbot zum 1:0 vorbeischob (28.).

Ein Ausscheiden war zu diesem Zeitpunkt in weite Ferne gerückt, der zweite Gruppenrang war umso näher. Österreich  kombinierte nun erleichtert, wurde von Algerien aber gleich wieder in die Schranken gewiesen,  Belghali schoss knapp am langen Eck vorbei, Chaibi traf die Stange. 

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Die Rangnick-Elf erkämpfte sich zwar viele Bälle, agierte aber beim Umschalten viel zu überhastet und schenkte die gewonnenen Bälle wieder her. Fahrig und unruhig gestaltete sich der Vortrag. Knapp vor der Pause musste Goalie Schlager rettend gegen Maza eingreifen. Österreich bettelte um den Ausgleich, Algerien nahm ihn dankend an. Viel zu einfach ließen sich gleich mehrere Österreich von Belghali austanzen, der zum 1:1 vollendete (45.). Zur Pause befanden sich beide Nationen im Sechzehntelfinale, dennoch blieb es eine Zitterpartie.

Es brauchte mehr Ruhe am Ball, Grillitsch und Wanner sollten dafür sorgen, Gregoritsch kam für Arnautovic. Das Tempo im Spiel nahm zunächst ab, der Ball wurde hin- und hergeschoben, bis Österreich eine gelungene Aktion anbot. Laimer mit Tempo über rechts, Pass in die Mitte, Sabitzer zog von 18 Metern mit der Innenseite ab und erzielte sehenswert das 2:1 (55.). „Oh wie ist das schön“, intonierten nun die österreichischen Fans.

Irres Finish

Nun musste Algerien aktiver werden – und wurde es. Billig und viel zu inaktiv ließ sich Österreich in  der Defensive austanzen, Mahrez verwandelte den Stanglpass zum 2:2 (60.). Eine halbe Stunde noch zu spielen und die Frage lautete: Wer riskiert wie viel bei diesem Spielstand?    

Das Finish des Matches wurde zu einem logisch nachvollziehbaren Nichtangriffspakt, bis die Nachspielzeit anbrach. Mahrez brachte Algerien in Führung (93.), Österreich war geschockt und knapp vor dem Aus. Der eingewechselte Kalajdzic erlöste die Rangnick-Elf mit dem 3:3. Kein …read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

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