Nach drei Jahren ohne Titel: Warum Salzburg der Meister-Favorit ist

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Seit drei Jahren wartet RB Salzburg auf einen Titel. Für die Ansprüche der Bullen eine Ewigkeit. Immerhin holte man davor in zehn Jahren 18 Trophäen. Am Samstag starten die Salzburger den nächsten Anlauf, den Bundesliga-Meisterteller zu holen. 

Zum Auftakt wartet mit Hartberg derselbe Gegner, gegen den Salzburg die vergangene Saison beendet hat (19.30 Uhr/live Sky). Diesmal soll allerdings ein anderes Ergebnis her. Im Mai setzte es eine 1:3-Niederlage.

Trotz der drei titellosen Jahre geht Salzburg heuer wieder als Favorit auf die Meisterschaft ins Rennen. Vier Gründe, warum der einstige Serienmeister die Durststrecke beenden könnte.

Der neue Trainer: Danny Röhl

Nach der Trennung von Daniel Beichler übernahm Danny Röhl die Bullen. Der 37-Jährige passt mit seiner Red-Bull-Vergangenheit perfekt nach Salzburg. Von 2010 bis 2018 war der Deutsche beim Schwesternverein RB Leipzig tätig. Als Cheftrainer war Röhl bereits beim englischen Zweitligisten Sheffield Wednesday und den Glasgow Rangers tätig. Davor fungierte er auch Co-Trainer von Hansi Flick bei der deutschen Nationalmannschaft. „Wir wollen attraktiven Fußball spielen“, kündigte der 37-Jährige an.

Eine konkrete Titelansage vermeidet Röhl: „Es wird ein enges Rennen werden. Titelfavorit sollten wir schon sein. Aber wenn man drei Jahre in Folge nichts geholt hat, brauchen wir den Mund nicht allzu voll nehmen.“

Die Zugänge: Ein Rekordsommer in Salzburg

Beim Neustart helfen sollen auch die Neuverpflichtungen. Insgesamt acht Spieler wurden bislang für eine Ablösesumme von mehr als einer Million Euro verpflichtet. So viel investierte Salzburg noch nie in einem Transferfenster. Eine Ansage. Weitere Verstärkungen sind nicht ausgeschlossen. Vor allem auf der Torhüterposition besteht noch Bedarf. Nachdem Christian Zawieschitzky (19) nach dem Abgang von Alexander Schlager zur Nummer eins aufgestiegen ist, soll noch ein zweiter Goalie verpflichtet werden. Im Gespräch ist unter anderem Ex-Austrianer Christian Früchtl. 

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Auffällig ist auch, dass der Fokus nicht ausschließlich auf junge Talente gerichtet ist. Mit Dominik Schmid (28) von Basel oder Abubakr Barry (25) von der Austria holte Salzburg auch Spieler, die sofort Verantwortung übernehmen können.

Der Torjäger: Haris Tabakovic

Eine zusätzliche, routinierte Soforthilfe für die Offensive soll Haris Tabakovic sein. Der Stürmer wechselte für fünf Millionen Euro von Mönchengladbach zu den Bullen und bringt eine Komponente mit, die Salzburg zuletzt fehlte: ein Strafraumstürmer mit Physis und Kopfballstärke. Seine Qualitäten stellte der Bosnier bereits in der Bundesliga unter Beweis. Für die Austria erzielte der 32-Jährige in 29 Spielen 17 Tore. 

Nach seinem Wechsel zu Hertha BSC wurde er anschließend auf Anhieb Torschützenkönig in der zweiten deutschen Bundesliga. Beim 7:1-Erfolg gegen Oberwart im ÖFB-Cup war der Angreifer noch nicht im Kader. Gegen Hartberg dürfte sich das ändern.

Die Kaderbreite als Trumpf

31 Mann umfasst der Kader der Bullen aktuell. Der Konkurrenzkampf ist entsprechend groß. Bis auf die Torhüterposition sind die Salzburger auf allen Positionen doppelt, teilweise sogar dreifach besetzt. Gerade in einer Saison mit Dreifachbelastung kann der breite Kader zum Trumpf werden. 

Salzburg will schließlich nicht nur in der Bundesliga zurück an die Spitze, sondern auch in der Europa League (in der dritten Quali-Runde trifft man auf Pafos aus Zypern) und im ÖFB-Cup überzeugen. Dafür braucht es Alternativen und Rotation.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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