Große Personalsorgen: Diese Ausbildung fehlt Betrieben am meisten

Wirtschaft

Österreich hat einen der höchsten Bedarfe an Arbeits- und Fachkräften in Europa. Das zeigt eine Eurostat-Auswertung zum ersten Quartal 2026. Neben den Niederlanden, Belgien und Malta zählt Österreich zu den Ländern mit dem größten Anteil unbesetzter Stellen.

Und die heimischen Unternehmen bekommen das bitter zu spüren, wie der aktuelle Fachkräfteradar des Instituts für Bildungsforschung der Wirtschaft (ibw) im Auftrag der WKÖ verdeutlicht. An der Erhebung nahmen 2.132 Unternehmen teil.

Rund 78 Prozent der Betriebe sind vom Fachkräftemangel betroffen, 56 Prozent sagen, dass sie ihn stark oder sogar sehr stark spüren. Hochgerechnet werden aktuell österreichweit rund 155.000 Fachkräfte benötigt. Wie groß die Nachfrage ist, variiert jedoch je nach Branche.

Wer ist betroffen?

Am schwierigsten ist die Situation in den Sparten Transport und Verkehr mit 66 Prozent, gefolgt von Tourismus und Freizeitwirtschaft mit 63 Prozent, Gewerbe und Handwerk mit 62 Prozent sowie der Industrie mit 58 Prozent. In Information und Consulting geben 36 Prozent der Unternehmen an, sehr stark oder eher stark vom Fachkräftemangel betroffen zu sein.

Zentral sind hier Lehrabsolventen: Mehr als 60 Prozent der Betriebe berichten von Schwierigkeiten bei der Suche nach Personen mit Lehrabschluss. Engpässe gibt es vor allem in Berufen im Handel und Verkauf, bei Köchinnen und Köchen, in der Elektronik und Elektrotechnik sowie in technischen Bereichen.

Die Konsequenz: Die Personalsuche wird aufwendiger – 76 Prozent sprechen von einem höheren Rekrutierungsaufwand.

Kein Lichtblick in Sicht

Durch den Mangel steigt auch die Arbeitsbelastung. 81 Prozent der befragten Unternehmen geben an, dass das Arbeitspensum mit den vorhandenen Mitarbeitern nur schwer zu bewältigen ist. Das wiederum bedeutet für Unternehmer und ihre Familien eine erhebliche Zusatzbelastung, wie 80 Prozent berichten. 64 Prozent geben an, dass der Personalmangel zu steigenden Lohnkosten und mehr Überstunden führt. 56 Prozent der Betriebe verzeichnen Umsatzeinbußen. Bei 48 Prozent leiden Innovationen und Weiterentwicklung.

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Einen Lichtblick scheint es vorerst nicht zu geben: 61 Prozent gehen davon aus, dass sich der Fachkräftemangel weiter verschärfen wird – unter anderem wegen der steigenden Zahl an Pensionierungen.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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