
Am Ende des Abschlusstrainings für das Heimspiel gegen die WSG gibt es ein enges Duell zwischen zwei Teams. Trainer Johannes Hoff Thorup meint nach Ende der Spielzeit, ein „Golden Goal“ müsste entscheiden. Als dieses Kara mit einem Volley ins Kreuzeck gelingt, kennt der Jubel keine Grenzen. Co-Trainer Ouedraogo wirft sich in den Feier-Haufen.
Die Laune bei Rapid ist mit Blick auf die Chance des besten Saisonstarts im 21. Jahrhundert blendend.
„Macht viel Spaß“
Ab 19.30 Uhr soll weiter gefeiert werden. Für die Rückfahrt der Fans nach 21.30 Uhr gibt es von der Westbahn Extra-Züge von Hütteldorf Richtung Westen.
„Es macht aktuell sehr viel Spaß. Aber ich weiß auch, wie schnell sich das bei Rapid ändern kann“, sagt Niklas „Niki“ Hedl vor dem Jubiläum.
Der Tormann steht vor dem 200. Einsatz: „Diese Zahl erfüllt mich mit Stolz.“
Nach Legenden von Zeman bis Konsel ist der Wiener erst der siebente Goalie mit dieser Marke.
Was den 200er noch außergewöhnlicher macht: Bisher war an diesem Feiertag kein Torhüter jünger als 28 – Hedl ist erst 25 Jahre und sechs Monate jung.
Das Debüt gab der Sohn von Raimund Hedl (114 Einsätze) im Februar 2022 bei Sturm (2:2). „Richi Strebinger hat mir gezeigt, was es heißt, jeden Tag professionell zu arbeiten“, hebt Hedl seinen Vorgänger hervor.
Länger pausieren musste (der aufgrund des Vaters so genannte) „Mundi“ lediglich im Herbst 2025, unter den Ex-Trainern Stöger und Kulovits.
„Die letzte Saison ist nicht gut gelaufen, jetzt bin ich viel gefestigter“, sagt der einfache Teamspieler und verrät Gründe: „Weniger darauf achten, was irgendwer schreibt, mehr persönliche Gespräche. Mit dem Trainer oder der Familie. Außerdem mag ich unseren Spielstil, der immer nach Lösungen sucht.“
„Thema für das Nationalteam werden“
Hedls Ziele? „Bei Rapid abliefern und so auch mal wieder ein Thema für das Nationalteam werden.“
Hoff Thorup – der sauer über die U21-Nominierung von Schöller ist und den Rekonvaleszenten nicht zum ÖFB lassen will – schätzt Hedl und auch dessen Mut beim bewusst riskanten Spielaufbau.
Eine Garantie für eine gemeinsame Zukunft ist das aber nicht.
Vier Torhüter, alle Verträge enden
Es gibt die wohl einzigartige Situation, dass die Verträge von allen vier Torhütern, die mit den Profis trainieren, im Sommer auslaufen. Neben Hedl betrifft das Ersatzgoalie Gartler (29 Jahre) sowie die bei Rapid II zum Einsatz kommenden Orgler (21) und Göschl (20).
Laut KURIER-Informationen werden sicher nicht alle vier Verträge verlängert. Aber ebenso fix ist, dass nicht das gesamte Quartett ablösefrei gehen soll.
Niki Hedl kann noch Werbung für sich und weitere gemeinsame Jubiläen bei Rapid machen.
Source:: Kurier.at – Sport



