Baumaßnahmen am Kennedy Center: Richter schaltet sich ein

Politik

Nach der Schließung des Kennedy Centers wegen mutmaßlicher Sicherheitsbedenken hat ein Richter allzu schnelle Baumaßnahmen untersagt. Sollten größere Bauarbeiten oder eine Zerstörung des Hauptgebäudes geplant sein, müsse das Kennedy Center 30 Tage zuvor darüber informieren, ordnete der Bundesrichter in Washington an. Der Schließung war ein Streit um die Frage vorausgegangen, ob der Name von US-Präsident Donald Trump an der Fassade der Kultureinrichtung angebracht werden darf.

Trump hatte am Dienstag bekanntgegeben, Washingtons größte öffentliche Kultureinrichtung – das Kennedy Center – müsse wegen Sicherheitsbedenken und dringend nötiger Renovierungsarbeiten umgehend geschlossen werden. Die Arbeiten könnten jedoch erst stattfinden, wenn ein Berufungsgericht über die geplante Umbenennung entschieden habe.

Richter ließ Trumps Namen wieder von der Fassade holen

Das von Trump eingesetzte Kuratorium war zuvor vor Gericht damit gescheitert, Trump in den Namen der Einrichtung aufzunehmen und diesen auch an der Fassade zu ändern. Ein Richter durchkreuzte die Pläne Ende Mai und untersagte zudem eine mutmaßlich wegen Renovierungsarbeiten geplante zweijährige Schließung.

Der Richter begründete das damit, dass der Kongress dem Kennedy Center einst seinen Namen gegeben habe. Folglich dürfe auch nur das US-Parlament diesen ändern. Dagegen legte das Kennedy Center Berufung ein, über die in der Hauptsache bisher nicht entschieden worden ist.

In dem Bau des Kennedy Centers am Fluss Potomac im Herzen Washingtons werden traditionell alle Genres von Theater, Tanz und Musik gezeigt. Das Haus wurde nach dem früheren Präsidenten John F. Kennedy (1917-1963) benannt.

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Source:: Kurier.at – Politik

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