Festspiel-Intendant vorgestellt: Das ist „der Neue“ in Salzburg

Kultur

Nun ist offiziell, was bereits am Mittwoch durchgesickert ist: Der belgische Opernmanager Peter de Caluwe wird nach der Saison 2027 der neue Intendant der Salzburger Festspiele. Das Festspielkuratorium rund um Landeshauptfrau Karoline Edtstadler (ÖVP) hat den 63-Jährigen am Freitag vorgestellt. Und Kristina Hammer wird nach ihren ersten fünf Jahren als Präsidentin des Festivals um fünf weitere Jahre verlängert.

„Es sind tatsächlich stürmische Zeiten, durch die wir gegangen sind“, konstatierte Edtstadler bei der Präsentation im Festspielhaus. Deshalb sei Kontinuität wichtig, was in Hinblick auf Hammer bedeute: „Die Kapitänin bleibt an Bord.“ Andererseits gelte aber auch: „Wir steuern neue Häfen an und nehmen deshalb einen neuen ersten Offizier mit an Bord.“

Dergestalt bezeichnete Edtstadler den am 23. April 1963 im flämischen Dendermonde geborenen Caluwe, der von 2007 bis 2025 die Brüsseler Oper La Monnaie/De Munt leitete und zuletzt als Geschäftsführer das Europäische Kulturhauptstadtjahr 2030 im belgischen Löwen verantwortete. „Ein exzellenter Gestalter“, so die Landeshauptfrau: „Dies ist der Aufbruch zu neuen Ufern, dies ist der Beginn einer neuen Ära. Ich freue mich drauf.“

Crepaz dürfte abhanden kommen

Der kaufmännische Direktor Lukas Crepaz indes scheint den Festspielen abhanden zu kommen und sich nicht um eine Verlängerung seines Vertrages ab März 2027 zu bewerben. Zumindest erklärte Edtstadler, dass Crepaz das Gespräch mit dem Kuratorium gesucht habe: „Ich halte fest, dass persönliche Entscheidungen selbstverständlich zu akzeptieren sind, aber Krise erwächst daraus keine.“

Politische Einflussnahme auf den Auswahlprozess der neuen Intendanz und der Präsidentschaft stellte Edtstadler dezidiert in Abrede, was auch für Salzburgs Bürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ), ebenfalls Kuratoriumsmitglied, galt: „Das war bei diesem Prozess mit Sicherheit nicht der Fall.“ Man habe einen Vorschlag der Expertinnen und Experten bekommen: „Es gab null politischen Einfluss von keiner Seite.“

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Kommission befürwortete Entscheidung einstimmig

Optimistisch zeigte sich schließlich auch Sektionschefin Theresia Niedermüller: „Ich halte Peter de Caluwe für eine sehr erfahrene Führungspersönlichkeit und einen äußerst erfolgreichen Intendanten.“ Dies habe auch für die Findungskommission gegolten, zitierte sie deren verhinderten Vorsitzenden Christian Kircher: „Die Kommission hat die Entscheidung für Peter de Caluwe und Kristina Hammer ausdrücklich und einstimmig befürwortet.“

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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