
Es ist schon einige Zeit her, dass Österreichs Biathleten für sportliche Knalleffekte gesorgt haben. Gerade das einst so erfolgreiche Herren-Team ist im internationalen Vergleich dermaßen weit weg vom Schuss, dass längst Feuer am Dach ist: Immerhin findet in nicht einmal zwei Jahren die Heim-WM in Hochfilzen (2028) statt.
2 ÖSV-Herren in den Top 80
Der ÖSV hat nun auf die Misere in der letzten Saison reagiert, als mit Routinier Eder (34.) und Patrick Jakob (74.) gerade noch zwei österreichische Biathleten in den Top 80 des Gesamtweltcups zu finden waren.
Neues Chefpersonal soll das desolate Team wieder in Schuss bringen – auch wenn sich das bei den Männern bis zur Heim-WM wohl nicht mehr ausgehen wird.
Graue Eminenz
Als übergeordneter Berater und Taktgeber fungiert ab sofort das Trainer-Urgestein Wolfgang Pichler. Es gibt im Biathlon-Sport kaum jemand mit einem größeren Erfahrungsschatz, der 71-jährige Deutsche war lange Cheftrainer in Schweden und betreute auch schon das russische Frauen-Team.
In den letzten beiden Saisonen war Pichler in Bulgarien tätig und durfte sich heuer bei Olympia über eine Bronzemedaille freuen.
Junger Cheftrainer
Nach dem Rückzug des bisherigen ÖSV-Cheftrainers Reinhard Gösweiner wird der Posten bei den Männern mit einem jungen Deutschen besetzt: Felian Schubert, ein ehemaliger Langläufer, der zuletzt im nordischen Zentrum in Eisenerz tätig war, soll den Biathleten Beine machen. Gerade in der Loipe haben die meisten Österreicher großen Aufholbedarf.
Auch beim Frauen-Team kommt es nach der Olympia-Saison zu einer personellen Rochade. Der Deutsche Markus Fischer, der schon in den letzten Jahren in den unterschiedlichsten Rollen für den Skiverband tätig war, bekommt das Vertrauen. Unter ihm war Lisa-Theresa Hauser zur Weltklasse-Biathletin gereift.
Source:: Kurier.at – Sport



