Worum es bei der Tennis-Preisgeld-Diskussion wirklich geht

Sport

Im Streit um höhere Preisgelder hat eine Gruppe von Tennisstars die Debatte zu Wochenbeginn neu entfacht. Spitzenspieler wie Jannik Sinner, Aryna Sabalenka und Coco Gauff ihre „tiefe Enttäuschung“ über das Preisgeld bei den French Open zum Ausdruck gebracht. 

Das Grand-Slam-Turnier in Paris startet am 24. Mai.

Sieger und Siegerin erhalten 2,8 Mio. Euro

Die Organisatoren haben das Preisgeld im Vergleich zur vergangenen Saison um knapp zehn Prozent auf insgesamt 61,7 Millionen Euro erhöht. Der Sieger und die Siegerin der Einzel-Wettbewerbe erhalten jeweils 2,8 Millionen Euro. Der Finalist und die Finalistin jeweils die Hälfte. 

Schon im vergangenen Jahr hatten sich vor den French Open Vertreter der Topspielerinnen und Topspieler in einem Brief an die vier Grand-Slam-Turniere gewandt und eine erhebliche Preisgeld-Erhöhung gefordert.

Zu kleines Stück vom Kuchen

Die Profis argumentieren, ihr Anteil am Umsatz der Grand-Slam-Großereignisse sei zu gering. Insbesondere in Paris. Denn während es hier weniger als 10 Prozent Anstieg im Vergleich zum Vorjahr sind, waren es bei den US Open 2025 immerhin 20 Prozent mehr als ein Jahr früher. 

Die Stars rechnen vor: Während Roland Garros 2025 einen Gesamterlös von 395 Euro erwirtschaftet habe was ein 14-prozentiger Anstieg sei, sei das Preisgeld in diesem Zeitraum nur um 5,4 Prozent gestiegen, so das Statement der Tennisspieler und -spielerinnen. 

Wie der französische Tennisverband (FFT) mitteilte, hat sich das Preisgeld seit 2019 um rund 45 Prozent erhöht. Die Stars hätten gerne 22 Prozent des erwirtschafteten Geldes, erhalten aber nur gut 14 Prozent. 

  Ein Stadion in Zeitraffer: Wie der Sport-Club-Platz gebaut wurde

Ein Teil dieser Steigerung der Preisgelder komme aber jenen Spielern zugute, die in den frühen Runden oder der Qualifikation ausscheiden, da diese am stärksten auf die Preisgelder angewiesen seien, heißt es beim französischen Verband. 

Außerdem seien kürzlich „mehr als 400 Millionen Euro“ in die Infrastruktur der Pariser Tennis-Anlage gesteckt worden.

Doch Geld ist nicht alles, was sich die Tennisstars erhoffen. In ihrem Kampf mit den Veranstaltern geht es auch um Sozialhilfe und Pensionsvorsorge. Außerdem wünschen sie sich mehr Mitspracherecht in der Terminauswahl. 

…read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

(Visited 1 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.