Über 6.600 Einbürgerungen: Deutlicher Anstieg im ersten Quartal

Politik

Die Einbürgerungen sind im ersten Quartal um 21,2 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres gestiegen. Von Jänner bis März erhielten laut Statistik Austria 6.641 Personen die österreichische Staatsbürgerschaft (1. Quartal 2025: 5.479 Personen). Darunter befanden sich 1.955 Personen mit Wohnsitz im Ausland, 4.686 lebten im Inland.

Zwischen Jänner und März haben „insbesondere die Einbürgerungen von Personen mit mindestens sechsjährigem Wohnsitz in Österreich zugenommen, um 40,8 Prozent auf 2.309“, erklärte die fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria, Manuela Lenk: „Darüber hinaus wurden 1.578 bzw. um fast drei Viertel mehr Ehepartner und Ehepartnerinnen sowie Kinder eingebürgert.“

Mehr als die Hälfte der im ersten Quartal Eingebürgerten, die in Österreich leben, waren zuvor Angehörige eines der folgenden Staaten: Syrien (1.110), Türkei (496), Afghanistan (420), Bosnien und Herzegowina (203) sowie Iran (194). Beinahe die Hälfte aller Einbürgerungen waren Frauen (3.257 bzw. 49 Prozent) und rund ein Drittel der neu Eingebürgerten waren unter 18 Jahre alt (2.173 bzw. 32,7 Prozent). Mehr als ein Fünftel der neuen Staatsbürger wurde bereits in Österreich geboren (1.496 bzw. 22,5 Prozent). Die Zahl der Eingebürgerten mit Wohnsitz in Österreich nahm im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 42,4 Prozent zu.

Mehr als zwei Drittel mit Rechtsanspruch

Mehr als zwei Drittel aller Einbürgerungen in den ersten drei Monaten des Jahres erfolgten aufgrund eines Rechtsanspruchs (4.699 Personen bzw. 70,8 Prozent). Darunter wurden 2.309 Personen nach mindestens sechsjährigem Wohnsitz hierzulande und aus besonders berücksichtigungswürdigen Gründen eingebürgert.

Zwei politisch Verfolgte des Nationalsozialismus und 1.943 Nachkommen von politisch Verfolgten erhielten ebenfalls die österreichische Staatsangehörigkeit. Von diesen lebten alle bis auf acht Personen im Ausland. Im Vergleich zum ersten Quartal 2025 (2.176 Personen) gingen die Einbürgerungen bei diesem Rechtstitel um 10,6 Prozent zurück. Personen, die die Staatsbürgerschaft als NS-Verfolgte oder deren Nachkommen erhalten hatten, waren am häufigsten Angehörige einer der folgenden Staaten: Israel (900), Vereinigte Staaten (615) und Vereinigtes Königreich (237).

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199 Personen wurden aufgrund der Ehe mit einem Österreicher bzw. mit einer Österreicherin sowie 155 Personen aufgrund eines mindestens 15-jährigen Wohnsitzes hierzulande und nachhaltiger Integration eingebürgert. Weitere 364 Personen erhielten die Staatsangehörigkeit im Ermessen, darunter 335 Personen nach mindestens zehnjährigem Wohnsitz sowie 29 Personen aufgrund außerordentlicher Leistungen im Staatsinteresse.

In sieben Bundesländern stiegen Einbürgerungszahlen

In sieben Bundesländern wurden mehr Personen eingebürgert als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die relative Zunahme war in der Steiermark (plus 95,9 Prozent auf 580 Personen) am deutlichsten, gefolgt von Kärnten (plus 86,8 Prozent auf 198), Wien (plus 78,2 Prozent auf 1.684), Vorarlberg (plus 43,2 Prozent auf 325), Salzburg (plus 38,9 Prozent auf 207), Niederösterreich (plus 35,4 Prozent auf 833) und Tirol (plus 2,6 Prozent auf 238). Weniger Einbürgerungen gab es im Vergleich zum 1. Quartal 2025 in Oberösterreich (minus 14,4 Prozent auf 546) und im Burgenland (minus 9,6 Prozent auf 75).

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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