
Trotz Energiekrise und steigender Lebenshaltungskosten bleibt die Nachfrage nach Urlaubsmöglichkeiten hoch. Laut einer Umfrage des ÖAMTC wollen 94 Prozent der Österreicher heuer im Sommer verreisen, wobei 83 Prozent dabei auf ihr Budget achten. Vor diesem Hintergrund gewinnt Camping in Österreich als verhältnismäßig günstige Alternative zu Hotelaufenthalten zunehmend an Beliebtheit.
Die Nachfrage – mit Ausnahme des ersten Corona-Jahres 2020 – geht hierzulande seit Jahren nach oben. 2025 erhöhte sich die Anzahl der Nächtigungen auf den Camping- und Stellplätzen um 3,5 Prozent auf einen neuen Rekordwert von rund 8,8 Millionen, wie der Österreichische Camping Club (ÖCC) unter Verweis auf Daten der Statistik Austria vermeldete. Vor der Pandemie (2019) waren es erst 7,1 Millionen Nächte gewesen, vor zehn Jahren (2015) knapp 5,5 Millionen.
Mit der zunehmenden Beliebtheit des Campings steigen allerdings auch die Preise.
56 Euro pro Nacht fürs Campen
Vor einem Jahr zahlte man für eine Camping-Übernachtung in Europa für zwei Personen in der Hauptsaison inklusive Stellplatz, Caravan, Strom und Ortstaxe rund 41 Euro. In Kroatien waren es im Schnitt 41,26 Euro, in Italien 41,21 Euro, in der Schweiz 40,68 Euro und in Österreich 40,56 Euro.
Die Preise haben jedoch angezogen. Für das Jahr 2026 hat das Campingportal PiNCAMP eine neue Preisanalyse veröffentlicht. Dabei wurde der Gesamtpreis pro Nacht für eine Familie mit zwei Erwachsenen und einem Kind berechnet. In Österreich zahlt man in der heurigen Sommersaison pro Nacht 56 Euro. Damit liegt Österreich im europäischen Vergleich im oberen Mittelfeld der wichtigsten Campingdestinationen.
In klassischen Urlaubsländern wie Kroatien (73 Euro) oder Italien (63 Euro) liegt das Preisniveau nochmals deutlich höher.
Günstig campen im Ausland
Wer heuer im Ausland campen möchte, sollte sich in Regionen abseits der Küsten umschauen. Dort sind die Preise nämlich häufig niedriger als direkt am Meer.
Laut PiNCAMP zahlt man im Landesinneren beispielsweise in den Niederlanden 22 Euro pro Nacht, in Frankreich 21 Euro, in Spanien 19 Euro, in Kroatien, 18 Euro und in Italien 12 Euro. Am günstigsten ist Schweden mit 7 Euro pro Nacht.
Nebensaison ist billiger
Für zeitlich flexiblere Urlauber zahlt sich Camping außerhalb der Hauptsaison aus, da die Preise europaweit in dieser Zeit durchschnittlich 29 Prozent unter dem Niveau der Hochsaison liegen. Dies ist auch in wärmeren Reisezielen wie Kroatien (-53 Prozent), Italien (-38 Prozent) oder Spanien (-38 Prozent) spürbar.
In Österreich fallen außerhalb der Sommerferien ebenfalls rund 20 Prozent geringere Kosten an.
Source:: Kurier.at – Wirtschaft



