
Nach dem Fotofinish vor einem Jahr mit drei Vereinen, die bis zuletzt auf den Titel hoffen durften, bietet auch diese Saison Spannung pur. Allerdings könnte diese nach dem eindrucksvollen 3:1 vom LASK gegen Rapid bereits am Sonntag in Linz abfallen: Die Wiederholung des Doubles von 1965 ist für den LASK in der vorletzten Runde möglich. Sofern Sturm mitspielt.
Fest steht: Nur noch der LASK kann aus eigener Kraft Meister werden, und für jeden Top-6-Klub geht es noch um extrem viel.
Ein KURIER-Überblick, was im Rennen um Ruhm, Europacup-Millionen und gegen den Komplett-Absturz alles möglich ist:
LASK (Salzburg daheim, Austria auswärts)
Die zweite Hälfte gegen Rapid war meisterlich: Als hätte es keine 120 Cup-Minuten gegeben, drehten die Linzer auf und die Partie verdient um. Mit dem perfekten Doppelpack gegen Altach und dem 3:1 gegen die Rapidler hat sich der LASK als großer Favorit auf den Titel etabliert. Nur beim Team von Didi Kühbauer passen Leistungen, Leidenschaft und Ergebnisse so gut zusammen.
Sollte gegen Salzburg (zumindest) ein Punkt mehr gelingen als Sturm parallel in Hartberg holt, ist das Double perfekt.
Sonst wartet auf den LASK bei der Austria eine Last-Minute-Entscheidung.
Sturm (Hartberg auswärts, Rapid daheim)
Seit elf Spielen ist Sturm ungeschlagen und dennoch kann der Titel nicht mehr aus eigener Kraft verteidigt werden. Zumindest ist durch die Rapid-Pleite die Europacup-Qualifikation gesichert: Es könnte nur noch ein Wiener Verein vorbeiziehen.
Worum es am 17. Mai in Graz gegen Rapid geht, wird sich in Hartberg entscheiden. Mit einem Sieg im Steirerduell wäre die Titelentscheidung vertagt. Egal, was bei LASK – Salzburg passiert.
Salzburg (LASK auswärts, Hartberg daheim)
Die späten Gegentore bei Rapid und gegen Sturm haben den Salzburgern die Entscheidung abgenommen: Nur Umfaller der Konkurrenz können das dritte Jahr ohne Red-Bull-Titel verhindern. Selbst nach zwei Siegen könnte es Rang drei werden.
Aber das Debüt von Salzburg-Trainer Beichler hat gezeigt, was zu schaffen wäre: Im Februar gab es ein 5:1 beim LASK. Das war die einzige Heimpleite von Trainer Kühbauer mit den Linzern.
Rapid (Austria daheim, Sturm auswärts)
Was sich seit dem Einbruch im Oktober abgezeichnet hat, ist nun amtlich: Dieser Kader ist zwar der teuerste der Vereinsgeschichte, aber zu schwach für einen Titel. Durch das 1:3 beim LASK ist auch die letzte theoretische Meister-Chance dahin. Rechnerisch noch möglich ist Platz zwei.
Mit sechs Punkten zum Schluss wäre es durchaus realistisch, dass Rapid Dritter wird – das würde den Start in der Quali zur Europa League bedeuten. Allerdings ist es weiterhin genauso möglich, dass das ewige Auf und Ab auf Rang sechs endet.
Am wahrscheinlichsten ist, dass im Derby die Weichen für oder gegen Rang vier gestellt werden. Dieser ist besonders wichtig, weil (heuer zum letzten Mal) damit ein direktes Ticket für die Quali zur Conference League verbunden ist.
Austria (Rapid auswärts, LASK daheim)
So wie beim Erzrivalen ist auch für die Violetten das große Spektrum von Rang 2 bis 6 erreichbar. Das Derby wird vorentscheidend: Durch eine Niederlage wären die Top-4 verspielt. Allerdings konnte im Herbst in Hütteldorf – beim damals noch überlegenen Tabellenführer – ein 3:1 bejubelt werden.
Gegen eine parallele LASK-Meisterfeier hätten die Austrianer sicher nichts: Nach dem Doublegewinn würde es …read more
Source:: Kurier.at – Sport



