Karriere-Sprungbrett: Das halbe ÖFB-Team hat in der 2. Liga gekickt

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Eine Abschaffung der 2. Liga hätte in Österreich einen Aufschrei vieler Talenteförderer zur Folge. Diese Spielklasse als Zwischenschritt ist einigen Experten zufolge im internationalen Vergleich ein Vorteil für Rot-Weiß-Rot. „Ganz Europa beneidet uns darum, dass unsere Amateurteams in der 2. Liga spielen dürfen“, sagt ein Klubvertreter.

Tatsächlich ist das in Europa nur in wenigen Ländern erlaubt. In Belgien und in den Niederlanden etwa.

Aus Dänemark kennt Johannes Hoff Thorup ein sehr ähnliches Erstliga-Format wie in Österreich. Die 2. Liga mit Rapid II war dem neuen Chefcoach der Grünen aber neu – Hoff Thorup ist damit sehr zufrieden: „Unsere Talente werden auf gutem Niveau gefordert und haben dabei im Vergleich zu einer Akademie-Meisterschaft auch etwas Druck.“

Aber nicht zu viel, wie der 37-Jährige erklärt: „Das Wichtigste ist die Entwicklung. Ich fordere alle Trainer unserer Talente auch immer auf, mutig spielen zu lassen, und möglichst wenig auf die Ergebnisse zu achten. Der Klassenerhalt sollte durch die gute Qualität im Nachwuchs ohnehin gelingen.“

Hoff Thorup will im Sommer einige Rapid-II-Spieler hochziehen: „Ich habe in der 2. Liga schnell genug Potenzial erkannt.“

Vorbild Alaba

In Österreich haben sogar 50 Prozent des aktuellen A-Nationalteams in der 2. Liga gespielt, die einst dementsprechend „Heute für Morgen Liga“ geheißen hat.

13 der 26 Spieler, die Ralf Rangnick zuletzt im März einberufen hat, waren es an der Zahl (siehe Infokasten). Allen voran der Kapitän: David Alaba kickte schon mit 15 Jahren bei den Austria Amateuren in Liga zwei, ehe er im Sommer 2008 zu den Bayern wechselte. Die meisten Einsätze hatte Goalie Tobias Lawal, der 65 Spiele fürs Amateurteam des LASK, die OÖ Juniors, bestritten hat.

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Auch Bayern-Star Konrad Laimer war als Teenager beim FC Liefering zu sehen. Weil früher noch keine Amateurteams von Bundesligaklubs in der 2. Liga erlaubt waren, machte Red Bull Salzburg aus seinem zweiten Team einen eigenständigen Kooperationsverein, der seit 2013 zweitklassig ist und etliche spätere internationale Topstars wie etwa Dominik Szoboszlai, Dayot Upamecano oder Benjamin Sesko in seinen Reihen hatte.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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