„Fast zu 100 % falsch“: FBI-Chef Patel verklagt „The Atlantic“

Politik

FBI-Direktor Kash Patel hat das US-Magazin The Atlantic und die Journalistin Sarah Fitzpatrick wegen Verleumdung auf 250 Millionen US-Dollar (212 Mio. Euro) Schadenersatz verklagt. Das geht aus einer am Montag (Ortszeit) in Washington eingereichten Klage hervor. Patel wirft dem Magazin demnach vor, einen Artikel mit „falschen und offensichtlich erfundenen Behauptungen“ veröffentlicht zu haben, um seinen Ruf zu zerstören.

Das Magazin hatte am Freitag berichtet, Patel habe Kollegen mit Phasen übermäßigen Alkoholkonsums und unerklärlichen Abwesenheiten beunruhigt. Dem Bericht zufolge stützte sich das Magazin dabei auf mehr als zwei Dutzend anonyme Quellen.

In der Klageschrift weist Patel die Vorwürfe entschieden zurück. Wörtlich heißt es dort, „Patel trinkt weder in diesen Lokalen noch sonst irgendwo übermäßig“, und das sei auch nie Anlass zur Sorge innerhalb der Regierung gewesen. Zudem heißt es zu weiteren im Artikel geschilderten Vorfällen: „Keines dieser Ereignisse hat stattgefunden.“

Vorwürfe „zu fast 100 % falsch“

Patels Anwälte hatten The Atlantic nach eigenen Angaben bereits vor Veröffentlichung in einem Schreiben gewarnt. Darin bezeichneten sie die Vorwürfe als „kategorisch falsche und verleumderische Behauptungen“. Außerdem zitierten sie eine Antwort aus dem FBI-Pressebüro, wonach die Vorwürfe „zu fast 100 % falsch“ seien. The Atlantic habe dem FBI weniger als zwei Stunden Zeit für eine Stellungnahme zu 19 Punkten gegeben und trotz ausdrücklicher Warnungen veröffentlicht.

Auch Patel selbst drohte schon vor Einreichung der Klage öffentlich mit rechtlichen Schritten. In einem Beitrag auf X schrieb er: „Wir sehen uns mit euch und eurem gesamten Gefolge an Falschberichterstattung vor Gericht“. Weiter bezog er sich auf den in den USA für Verleumdungsklagen gegen öffentliche Personen besonders hohen rechtlichen Maßstab. Danach müssen Kläger nachweisen, dass Medien wissentlich falsche Angaben gemacht oder die Wahrheit bewusst ignoriert haben. Dieser Standard sei inzwischen eine leicht zu nehmende Hürde.

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Journalistin: „Stehe zu jedem Wort“

The Atlantic wies die Vorwürfe zurück. Das Magazin erklärte nach Berichten mehrerer US-Medien: „Wir stehen zu unserer Berichterstattung über Kash Patel und werden The Atlantic und unsere Journalisten gegen diese unbegründete Klage mit aller Kraft verteidigen.“ Autorin Fitzpatrick sagte laut Wall Street Journal, sie stehe zu jedem Wort ihres Berichts.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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