
Vor knapp einem Jahr war der Wolfsberger AC ganz oben. Mit dem Triumph im ÖFB-Cup im Finale von Klagenfurt gegen Hartberg holten die Kärntner den bisher ersten und einzigen Titel ihrer Klubgeschichte.
Wie schnell es im Fußball gehen kann, erlebt der WAC in diesen Tagen. Nach der 0:3-Niederlage am Dienstag bei Blau-Weiß Linz stehen die Lavanttaler auf dem letzten Tabellenplatz der Qualifikationsgruppe. Der Abstieg in die 2. Liga droht und das hat auch seinen Grund: Der WAC ist mittlerweile seit zwölf Bundesligaspielen ohne Sieg. Der letzte Erfolg datiert vom 7. Dezember des Vorjahres.
Blau-Weiß indes beendete einen anderen Negativlauf. In der 29. Minute war es am Dienstag so weit und die Oberösterreicher zum ersten Mal seit der 13. Runde nicht mehr Tabellenletzter. Nach einer Flanke von Ronivaldo in den Strafraum drückte Shon Weissman WAC-Kapitän Gernot Baumgartner weg. Der Innenverteidiger fiel leichtfertig zu Boden. Ob er auf einen Foulpfiff gehofft hat? Den gabs jedenfalls nicht. Weissman verwandelte aus der Drehung zum 1:0 für die Gastgeber im Stile eines echten Goalgetters. Es war das neunte Saisontor des Iraeli.
Kein Elfer
Für die Kärntner sollte es im Laufe der Partie noch schlimmer kommen. Zunächst gab es nach einem unabsichtlichen Handspiel wohl zurecht keinen Strafstoß für den WAC, der nach der Pause offensiver werden musste. Dafür gab es Platz für die Linzer im Konter. Aus so einem resultierte ein Freistoß für Blau-Weiß an der Strafraumgrenze. Nico Maier traf ins lange Eck, nachdem sich WAC-Goalie Polster verspekulierte, einen entscheidenden Schritt ins andere Eck machte und damit geschlagen war (66.).
Der WAC reagierte mit der logischen Schlussoffensive. Eingebracht hat sie letztlich nichts mehr. Im Gegenteil: Blau-Weiß erhöhte durch Doppeltorschütze Maier sogar noch auf 3:0. Vier Runden haben die Kärntner noch Zeit, um ans rettende Ufer zu schwimmen.
Mit dem Abstieg nichts mehr zu tun hat Altach. Der Cupfinalist kam im Heimspiel gegen die WSG Tirol wie schon im ersten Duell der beiden Teams am vergangenen Samstag zu einem Remis. Beim 0:0 im Ländle hatten diesmal die Gäste aus Tirol leichte Vorteile.
Source:: Kurier.at – Sport



