Dreikampf um den Meistertitel: Zielsprint im Schneckenrennen

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Langsam, aber sicher nähert sich die Bundesliga-Saison der Zielgeraden. Vorentscheidung ist noch keine gefallen, vier Runden vor Schluss kann man jedoch sagen: Die Meistergruppe lässt sich in zwei Hälften teilen. Die drei Top-Teams Sturm, Salzburg und der LASK kämpfen um den Titel, der Rest wohl nur noch um Rang vier und den Europacup. Oder ändert sich doch noch einmal alles? In dieser verrückten Saison scheint nichts ausgeschlossen.

Der große Sieger der Doppelrunde heißt ganz klar Salzburg. Mit zwei Erfolgen gegen die Austria ist der einstige Serienmeister wieder mittendrin im Titelkampf, liegt einen Punkt hinter Leader Sturm und einen Punkt vor dem LASK. Profitiert haben die Salzburger auch von den zwei Remis der direkten Konkurrenten um den Titel.

Das sagen die drei Titelkandidaten vor den entscheidenden Wochen:

Sturm hamstert 

Die Grazer verpassten zuletzt, sich abzusetzen. Mit zwei Leuten mehr auf dem Platz schafften sie es nicht, den LASK zu besiegen, mussten sich mit einem Remis begnügen. „Das Spiel müssen wir einfach gewinnen“, haderte Verteidiger Albert Vallci. „Solche Chancen kriegst du nicht so oft im Leben und wir haben sie leider verpasst“, pflichtete Trainer Fabio Ingolitsch bei.

Das Problem der Steirer, die zuletzt auch mit Verletzungssorgen zu kämpfen hatten: Aus dem Spiel heraus sind sie bereits seit drei Spielen ohne Torerfolg. Die Lebensversicherung heißt Otar Kiteishvili, der in den letzten beiden Partien per Elfmeter traf. „Uns geht natürlich Offensivpower und Schnelligkeit ab. Wir mussten mit Beganovic, Rozga und Hödl Eins-gegen-Eins-Spieler vorgeben, die in so einem Spiel guttun würden“, beklagte Ingolitsch. Er weiß aber auch: „Am Ende sind wir die, die immer noch von der Tabellenspitze lachen dürfen. Es ist heuer Schneckentempo. Wir hamstern die Punkte so gut es geht, kämpfen mit den Waffen, die wir zur Verfügung haben und werden bis zum Ende alles raushauen.“

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Salzburg hofft 

Nach der Niederlage gegen den LASK haben viele die Salzburger bereits abgeschrieben – das ist noch keine zwei Wochen her. Zwei Siege gegen die Austria später sieht die Fußball-Welt wieder ganz anders aus. Coach Daniel Beichler und sein Team haben es plötzlich wieder in eigenen Händen. Vom Titel sprechen will in Salzburg aber keiner so recht. Zu wechselhaft präsentierte sich die Mannschaft in dieser Saison.

Beichler kündigt an: „Wenn wir zwei Runden vor Schluss auch noch in dieser Position sind, dann können wir gerne darüber reden.“ Aktuell sei das Ziel, mehr Stabilität in die Mannschaft zu bekommen. Von Spiel zu Spiel und auch innerhalb einer Partie. Der Coach warnt: „Wir dürfen nicht den Fehler machen, in Leichtsinn zu verfallen. Wir tun gut daran, cool zu bleiben.“

Die Formkurve stimmt jedenfalls. Man konnte gegen die Austria nicht nur den ersten Liga-Heimsieg 2026 feiern, erstmals hat man in diesem Jahr auch zwei Partien in Folge gewonnen. Das tut gut, aber wie auch Kapitän Mads Bidstrup weiß: „Das ist eine verrückte Liga.“

LASK hadert 

„Alle sind sauer und traurig, weil wir gewusst haben, dass wir die bessere Mannschaft sind“, erklärte Sasa Kalajdzic nach dem 1:1 in Graz. Der LASK hat den Sprung an die Spitze verpasst und hat sich das Leben mit den Ausschlüssen von Tornich und Adeniran selbst …read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

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