Mercedes-Chef Källenius: „Bringen 40 neue Modelle bis Ende 2027“

Wirtschaft

140 Jahre ist Mercedes heuer alt geworden, aber zum Feiern gab es schon einmal mehr. Konzernchef Ola Källenius musste im Vorjahr starke Rückgänge bei Umsatz, Gewinn, Rendite und Absatz hinnehmen. Vor allem im wichtigsten Markt China.

Bei der Pekinger Automesse sagte der gebürtige Schwede im Rahmen eines Journalisten-Roundtables, bei dem auch der KURIER dabei war, über…

…den Automarkt China: 

Wir bringen bis Ende 2027 40 neue Modelle auf den Markt, viele davon sind auf China ausgerichtet. Das ist das größte Wachstumsprogramm seit Bestehen von Mercedes. Trotz des schwierigen Umfelds steigern wir hier unsere Investitionen, auch in Forschung und Entwicklung. 

Junge chinesische Kunden sind experimentierfreudiger und wechselbereiter, auch was chinesische Marken betrifft. Darauf zu hoffen, dass der Wettbewerbsdruck in China sinkt, wäre falsch. Wir haben nicht vor dem Wettbewerb Angst, aber Respekt. Man darf sich nicht von den Rezepten anderer verrückt machen lassen, sondern muss einen eigenen Plan haben. Wir wollen keine Marktanteile über niedrigere Preise kaufen. 

…Chinas Geschwindigkeit: 

Innovation läuft mit bemerkenswerter Geschwindigkeit ab. Diese muss der neue Maßstab sein. Wir haben all unsere Entwicklungszeiten radikal gekürzt. 

…weltweite Forschung:

Die Mission Control ist in Deutschland, aber wir forschen auch in Indien, China, Israel und im Silicon Valley. Das hat sich vor vielen Jahren fundamental geändert. Auch Indien und China haben für Mercedes Weltverantwortung. Weil es viele technische Partner gibt, die wir dort nutzen. Und Dinge, die aus China kommen, kommen früher oder später auf der ganzen Welt.  Wir brauchen hier keinen autarken Satelliten. 

  Diskussion über multiple Risiken, in der ÖAG

…stärkere Nutzung von chinesischem Know-how: 

Künftig werden wir unsere Lokalisierung weiter vertiefen – indem wir dort mehr Fahrzeuge entwickeln und produzieren und China zunehmend als Innovationsquelle für Mercedes-Benz weltweit nutzen. Das hilft auch, mit Hilfe der Lieferanten, die Kostenziele mit der Zeit zu erreichen. 

…den Verbrennermotor: 

Verbrenner bleiben wichtig, aber alle Antriebe auch, wir werden hier in einer heterogenen Welt in den nächsten zehn Jahren und länger bleiben. Mit der Produktoffensive weiterer elektrischer Modelle erwarten wir auch hier in China einen steigenden Anteil von Elektrofahrzeugen. 

…Geopolitik:  

Die geopolitische Komponente ist in den letzten Jahren schwieriger geworden, etwa was Software betrifft. Aber der Welthandel ist nicht zum Erliegen gekommen, er ist relativ robust. 

…read more

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

(Visited 1 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.