Helios Logistikpark am Flughafen Wien steht vor Verkauf

Wirtschaft

Der erst im Juni 2025 in Betrieb genommene Helios Logistikpark am Rande des Flughafens Wien-Schwechat steht vor dem Verkauf. Wie der internationale Immobiliendienstleister CBRE gegenüber dem KURIER bestätigte, hat das Unternehmen den exklusiven Vermittlungsauftrag für die außergewöhnliche Logistikimmobilie erhalten. „Aufgrund der Verschwiegenheitspflicht bitte ich Sie jedoch um Verständnis, dass keine Fragen zu dem Projekt beantwortet werden dürfen“, teilt ein CBRE-Sprecher dem KURIER mit.

Im Februar 2022 kaufte die Helios ProCop GmbH für 22,5 Millionen Euro die Liegenschaft vom Flughafen Wien. Das Projekt, das auf einem rund 21 Hektar großen Areal zwischen Flughafen Wien und Fischamend realisiert wurde, gilt als eines der größten Logistikentwicklungen Österreichs der vergangenen Jahre. Die Besonderheit: Die beiden Logistikhallen mit einer Gesamtnutzfläche von rund 80.000 Quadratmetern wurden auf einem besonders heiklen Gelände errichtet.

Die Abfälle an Ort und Stelle verbleiben

Laut Kaufvertrag befand sich auf der Liegenschaft eine „Bodenaushub, Baurestmassen-, Reststoff und Massenabfalldeponie, welche im Jahr 2008 kollaudiert wurde“. Am Ende wurden bei diesem Bauvorhaben aber anscheinend keine aufwendigen Bodensanierungsmaßnahmen notwendig.

„Helios arbeitete mit den lokalen Behörden in Wien zusammen, um ein Konzept zu entwickeln, bei dem die Abfälle an Ort und Stelle verbleiben, aber durch eine dicke Schicht aus undurchlässigem Lehm oben und unten sowie durch eine neue Membran geschützt werden“, heißt es auf der Homepage von Helios Real Estate. „Darüber hinaus wurden neue Inspektionstunnel gebaut, damit wir die Grundwasserqualität überwachen können, um sicherzustellen, dass es keine negativen Auswirkungen auf den örtlichen Wasserlauf gibt.“

Rund 83 Millionen Euro Schulden

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Insgesamt sollen die Projektbetreiber „Helios Real Estate“ und „Ayka Solutions“ rund 110 Millionen Euro investiert haben. Laut dem Generalunternehmer HT habe die Auftragssumme 88 Millionen Euro netto betragen.

Die Helios ProCo GmbH gehört laut Firmen zu knapp 58 Prozent der HT Holding GmbH mit Sitz in Kalsdorf bei Graz und zu 29 Prozent der AYKA Solution GmbH mit Sitz in Wien. Die finanzierende Bank hält laut Grundbuch zwei Hypothekar-Pfandrechte in Höhe von insgesamt 84,4 Millionen Euro auf der Liegenschaft. Die Helios ProCo GmbH weist in den Bilanz 2025 83 Millionen Euro Verbindlichkeiten aus, von den 81 Millionen Euro eine Restlaufzeit von einem Jahr haben.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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