Verrückter Giro: Sturz, falsch abgebogen, dann Etappe gewonnen

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Nach einem skurrilen Finale hat Igor Arrieta die fünfte Etappe des Giro d’Italia gewonnen. Der junge Spanier siegte am Mittwoch in Potenza im Sprint gegen seinen Fluchtgefährten Alfonso Eulalio aus Portugal. Dabei hatte sich Arrieta zwei Kilometer vor dem Ziel auf nasser Straße noch verbremst und dadurch eine falsche Abbiegung genommen. Mit letzter Kraft kämpfte er sich zurück zu Eulalio und überholte seinen Kontrahenten 200 Meter vor dem Ziel. Felix Gall wurde Etappen-37.

Der Osttiroler musste bei heftigem Regen für einige Sekunden Halt machen, um mit Hilfe seiner Teambetreuer ein trockenes Trikot überzuziehen, und kam mit 7:13 Minuten Rückstand unmittelbar vor seinem zeitgleichen Landsmann Gregor Mühlberger ins Ziel. In der Gesamtwertung verlor Gall einen Platz und belegt nun die 24. Stelle, für Mühlberger ging es vom 40. auf den 33. Rang bergauf.

Arrieta jubelte über seinen spektakulären Sieg. „Ich war völlig leer auf den letzten Kilometern, aber ich wusste, dass es Eulalio genauso geht. Ich dachte erst, es wäre unmöglich nach dem Missgeschick. Es waren ja nur noch zwei Kilometer.“ Sein UAE-Teamkollege Jhonatan Narvaez hatte am Vortag für die gebeutelte Mannschaft gesiegt, die ihre drei wichtigsten Fahrer auf der zweiten Etappe verloren hatte. 

Bereits die vorherigen Kilometer des mit 3.800 Höhenmetern harten Teilstücks verliefen bizarr. Arrieta und Eulalio führten das von starken Regenfällen und Hagel geprägte Rennen nach einer Attacke aus einer Fluchtgruppe heraus lange an. 13,5 Kilometer vor dem Ziel stürzte zunächst Arrieta in einer Abfahrt, der Weg zum Sieg für Eulalio schien frei. Doch dann kam Eulalio 6,5 Kilometer vor dem Ziel ebenfalls zu Fall und Arrieta gelang der Zusammenschluss – ehe er sich verbremste.

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In der Gesamtwertung verlor der Italiener Giulio Ciccone das Rosa Trikot des Spitzenreiters bereits nach einem Tag wieder. Statt des Bergspezialisten führt nun der 24-jährige Eulalio die Gesamtwertung an. Mit einem Rückstand von 2:51 Minuten ist Arrieta Zweiter. Bevor am Freitag der erste schwere Bergtest bevorsteht, bekommen die Sprinter noch einmal ihre Chance. Die 141 Kilometer von Paestum nach Neapel weisen kaum Höhenmeter auf. Das Finale in der Stadt am Vesuv ist wie gemacht für Italiens Sprintstar Jonathan Milan, dem noch kein Etappensieg gelang.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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