Spionage-Prozess: Ott hat Amtsmissbrauch begangen

Politik

Egisto Ott hat sein Amt missbraucht. Nach einer fast neun Stunden dauernden Beratung haben die acht Geschworenen den 64-Jährigen Mittwochabend in dieser Sache für schuldig befunden. 

In diesen Minuten läuft die Urteilsverkündung noch, sie wird etwas andauern – der Sprecher der Geschworenen muss insgesamt 21 Hauptfragen samt Unterfragen referieren. 

Das Urteil ist vorerst nicht rechtskräftig.

Kontakt als Privatmann 

Ähnlich lauten die Vorwürfe rund um Christo Grozev, einem bulgarischen Journalisten, der u. a. wegen seiner Recherchen zum Giftanschlag auf Alexej Nawalny ins Visier des FSB geraten ist. Grozevs Wohnung in Wien wurde offenbar im Dienste Russlands observiert, im Juni 2022 wurde in sie  eingebrochen. Ott hat die Adresse ein Jahr zuvor beim Meldeamt abgefragt – auch in diesem Fall nicht für die Russen, betont er, sondern als „Privatmann“, um mit dem Journalisten Kontakt aufzunehmen.

Österreichische Ministeriumshandys beim FSB

Bei einem Betriebsausflug des Kabinetts des damaligen Innenministers Wolfgang Sobotka  2017 fielen die Handys dreier hochrangiger Mitarbeiter ins Wasser. Otts Mit-Angeklagter Anton H. Sollte die Daten retten und erklärte vor Gericht, sie seien bei einer Razzia „verschwunden“. Tatsächlich aber sollen sie in Russland gelandet und vom FSB ausgewertet worden sein. Übrigens ebenso wie ein verschlüsselter SINA-Laptop, auf dem geheimdienstliche Informationen eines EU-Staates waren und den Ott für 20.000 Euro Russland überlassen haben soll. 

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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