Pensionssystem in Schieflage

Wirtschaft

Der Bund muss alleine heuer voraussichtlich rund 26 Milliarden Euro aus dem Budget zu den Pensionen zuschießen. Insgesamt belaufen sich die gesamten staatlichen Pensionsausgaben auf 72,5 Milliarden Euro. Damit stemmt das staatliche System 90 Prozent der gesamten Altersvorsorge. 

Nur vier Prozent entfallen auf die betriebliche Ebene (Pensions- und Mitarbeitervorsorgekassen), weitere 10 Prozent auf private Verträge (Lebensversicherungen). Die drei Säulen der Altersvorsorge sind daher wie kaum in einem anderen westeuropäischen Land derart ungleich hoch, das Gebäude droht in sich zusammenzubrechen.

Immerhin, die Regierung hat das erkannt und steuert gegen, zumindest teilweise. Auf betrieblicher Ebene sollen künftig alle Arbeitnehmer die Möglichkeit haben, entsprechend vorzusorgen. Auch soll es bessere Möglichkeiten der Veranlagung geben, um höhere Renditen zu erzielen.

Doch bei der privaten Altersvorsorge tut sich noch immer wenig, vor allem was die direkte Vorsorge mittels Wertpapiere betrifft. Um das sogenannte Vorsorgekonto ist es ruhig geworden.

Finanzminister Marterbauer verweist nur lapidar darauf, dass dies nicht seine Idee gewesen sei (stimmt, stammt von der Vorgängerregierung) und er ohnehin kein Geld dafür habe. Wenigstens hat Kanzler Stocker nun angekündigt, diesbezüglich aktiv werden zu wollen. Zeit wäre es.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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