Wer den Soccer in den USA wirklich revolutioniert hat

Sport

Wie hoch ist er nun tatsächlich, der Stellenwert des Soccer, wie der Fußball in Übersee genannt wird, in den USA rund um die WM? 

Die erste Weltmeisterschaft 1994 wurde zu einem Erfolg mit vollen Stadion und einer im US-Kick noch nie gesehenen Begeisterung.

Danach wurde die Liga gegründet, die allerdings recht bald zu einem Rohrkrepierer wurde, da nur wenige Klubs über wirklich viel Geld verfügten und damit der Wettbewerb in eine für die Zuschauer uninteressante Schieflage kam.

Noch dazu spielten die Vereine in den überdimensionalen Stadien der Football-Teams, weshalb sich bei den Fußballspielen ein paar Tausend Anhänger in den Arenen verliefen und keine Stimmung aufkam.

Zudem gab es Jahrzehnte lang keinen Raum für den Soccer, der ursprünglich zeitgleich mit Football startete, aber das Rennen um die Gunst der US-Amerikaner verlor. Zudem wurden Baseball, Basketball und Eishockey interessanter.

Dass der Soccer mittlerweile Baseball und Eishockey überholt hat, ist ein Resultat von verschiedenen Faktoren, die zum Aufstieg der Sportart beitrugen.

Frauenfußball

Es waren ausgerechnet die US-Frauen, die den ersten Fußball-Hype auslösten. Sie gewannen die Heim-WM 1999 im Finale gegen China im Elfmeterschießen, entfachten eine Euphorie rund um den Kick und hatten mit Stürmerin Mia Hamm den ersten richtigen Star, den man auch werbetechnisch vor den Karren spannen konnte. Die Frauen bereiteten den Männern den Boden.

David Beckham

Der Glamourboy aus Manchester war genau der Star, den die mittlerweile gegründet Liga MLS benötigte. Beckham sprengte alle Rahmen, war mehr als nur ein Fußballer, er lockte Hollywood und die Wirtschaft an. 

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Und Beckham brach auch die Struktur auf, vor allem den Salary Cap. Der sah damals vor, dass jedes Team pro Saison zwei Millionen Dollar für die Gehälter der ganzen Mannschaft aufbringen durfte. 

Beckham befand sich bei seinen Klubs Manchester oder Real Madrid in einer Gehaltsklasse, wo er mehr als die gesamte Liga verdient hätte.

Daher führte man die Beckham Rule ein, wonach ab sofort jeder Klub drei Spieler engagieren durfte, die deutlich über den Salary Cap verdienen konnten.

Zudem ließ sich der Engländer versichern, dass er für 25 Millionen Dollar ein eigenes Team gründen dürfe.

Daraus entstand später Inter Miami, wo heute Lionel Messi für Furore sorgt. Beckham machte die MLS dermaßen salonfähig, dass Ibrahimovic, Pirlo, Messi oder Thomas Müller Gefallen am Spiel in Übersee fanden.

Demografie

Nicht nur in Europa, auch in den USA veränderte sich aufgrund von Migration die Demografie im Land. 

Bei großen sozialen Schichten wie den Hispanics beispielsweise steht traditionell der Fußball an oberster Stelle, deutlich vor den klassischen US-Sportarten. In Folge hat auch die Werbeindustrie über den Fußball eine Kundschaft, die emotional mit dem Sport verbunden ist.

Jugend

Bei Kindern und Jugendlichen ist Fußball mittlerweile die Nummer 1, wenn es um die Ausübung des Sports geht. Fußball ist billig bei der Anschaffung der Ausrüstung und weniger gefährlich als American Football beispielsweise. 

Die Infrastruktur in den Colleges hat sich beim Fußball nicht nur verbessert, sondern gilt mittlerweile als State oft he Art. Wo selbst europäische Vereine und Ligen vor Neid erblassen würden.

TV-Deals

Als englischsprachige Sender begannen in den USA die englischer Premier League oder die europäische Champions League zu übertragen, stieg automatisch das generelle Interesse quer durch die Bevölkerung für …read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

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