
Eine neue Initiative aus der Privatwirtschaft soll die mangelnden Finanzkompetenzen der Schülerinnen und Schüler verbessern: Die Innovationsstiftung für Bildung (ISB) startet dazu ein übergreifendes Mentoring-Programm, das Schulleitungen mit erfahrenen Managerinnen und Managern aus der Privatwirtschaft zusammenbringt.
In der Pilotphase, die von April 2026 bis Februar 2027 läuft, arbeiten neun Wiener Schulleitungen und neun Wirtschaftsführungskräfte in individuellen Tandems zusammen – mit vier bis sechs persönlichen Treffen pro Tandem, darunter mindestens ein Schulbesuch.
Der Ansatz: Schulleitungen seien zwar für pädagogische Aufgaben ausgebildet, aber kaum auf Managementanforderungen wie Personalführung, Organisationsentwicklung oder Change-Management vorbereitet, so ISB-Vorstand Jakob Calice bei der Präsentation des Programms am Dienstag in Wien. Genau dort soll der strukturierte Austausch mit Wirtschaftsführungskräften ansetzen.
Das Programm wurde von Therese Niss, Vorstand der MINTality Stiftung, initiiert und gemeinsam mit der ISB entwickelt. Es ist im „Plan Zukunft“ von Bildungsminister Christoph Wiederkehr verankert. Die Pädagogische Hochschule Wien begleitet die Pilotphase wissenschaftlich; langfristiges Ziel ist die Verankerung des Formats in der regulären Fortbildung von Schulleitungen.
Als Mentorin nimmt Gerda Holzinger-Burgstaller, CEO der Erste Bank, persönlich am Programm teil. Innovationsfreudige Schulen seien Voraussetzung für einen wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort, begründete sie ihr Engagement – und zeigte sich überzeugt, selbst neue Perspektiven aus dem Austausch mitzunehmen.
Der wechselseitige Charakter des Programms sei bewusst gewählt: Wirtschaftsführungskräfte sollen ihrerseits Einblicke in ein Arbeitsumfeld gewinnen, das Führung ohne klassische Weisungsbefugnis, den Umgang mit komplexen Interessengruppen und sinnorientiertes Handeln verlangt – Kompetenzen, die auch in Unternehmen zunehmend gefragt sind.
Source:: Kurier.at – Politik



