Entscheidungsspiel gegen Algerien: „Wissen, welches Resultat reicht“

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Fast ist Österreich durch – trotz der Niederlage gegen Argentinien. Viel fehlt nicht mehr, um sich als Gruppenzweiter oder einer der 8 besten Gruppendritten für das Sechzehntelfinale zu qualifizieren. Das dritte Gruppenspiel am Sonntag (4 Uhr/live ORF 1) in Kansas City gegen Algerien wird entscheiden, wie es mit Österreich im weiteren Turnierverlauf weitergeht. 

Mit einem Sieg ist Österreich fix Zweiter
Mit einem Remis ist Rangnicks Team ebenfalls Zweiter. 
Mit einer Niederlage kann Österreich als Gruppendritter noch weiterkommen, wenn vier andere Gruppendritte mit weniger Punkten oder schlechterer Tordifferenz wegfallen.

Potenzielle Gegner

Wird Österreich in Gruppe I Zweiter, wird man voraussichtlich in Los Angeles auf Spanien treffen, sollten die Iberer nicht das letzte Spiel gegen Uruguay verlieren. Teamchef Ralf Rangnick meinte schon vor dem Argentinien-Spiel: „Es gibt wohl viele andere Nationen, die nicht unbedingt gegen sie spielen wollen.“ Aber auch etliche andere Szenarien stehen vor der dritten Runde offen.

Weil Algerien gegen Jordanien 2:1 gewonnen hat, liegen die Nordafrikaner punktegleich mit dem ÖFB-Team auf Rang 3. Jordanien ist nach der zweiten Niederlage bereits ohne Aufstiegschancen und Letzter.

Erinnerung an Gijon

Weil ein Remis reichen würde, fühlte man sich in Österreich – und wohl auch in Algerien – an ein gewisses Gijon erinnert, als bei der WM 1982 im letzten Gruppenspiel zwischen Österreich und der BRD beiden ein 1:0-Sieg Deutschlands zum Weiterkommen reichte. Nach dem Tor spielten beide Teams ohne ernsthafte Angriffsversuche weiter, was weltweit als unsportliche Absprache kritisiert wurde. Als Folge der Schande von Gijon beschloss die FIFA, dass die letzten Spiele einer WM-Gruppe künftig gleichzeitig ausgetragen werden.

  Gegen Argentinien können wir nur gewinnen und überraschen

Dass sich durch die Aufstockung der WM das Problem auf die Tabelle der Gruppendritten erweiterte, nahm man diesmal offenbar hin.

Der leichtere Weg?

Fakt ist nun, dass man als Gruppendritter in Gruppe J, sofern man unter den besten acht Dritten steht, eine vermeintlich leichtere Auslosung hat. „Mir wäre ein Remis gegen Argentinien lieber gewesen, dann wären wir schon durch“, so Rangnick, der aber festhielt: „Wir haben das letzte aller Gruppenspiele und wissen davor genau, welches Resultat wir wofür benötigen.“

Den Weg nach Miami kann Österreich nicht mehr antreten. Denn dort spielt der Gruppensieger sein Sechzehntelfinale, also Argentinien. Österreich muss dagegen noch abwarten, wie sich die anderen Gruppen bezüglich der Drittplatzierten gestalten. Bis dahin kann man nur spekulieren und Rechenspiele anstellen.

Sollte vor Spielbeginn am Sonntag aber klar sein, dass sich Österreich die Platzierung und somit den Gegner im Sechzehntelfinale mit einem Remis oder einer Niederlage „aussuchen“ kann, darf man gespannt sein, wie sich die Österreicher auf dem Platz verhalten werden.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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