Dominik Fitz in der MLS: Der nahe Abschied vom American Albtraum

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Da drehte er um 11 Uhr den Fernseher auf, und es war kein Österreich-Spiel zu sehen. Weil das erst um 23 Uhr seiner Zeit begann. „Bei den verschiedenen Zeitzonen kommst du dann schon einmal durcheinander“, lacht Dominik Fitz.

Der Wiener sitzt in Minneapolis und hätte sich seinen „American Dream“ nach dem Wechsel von der Austria zu Minnesota United ganz anders vorgestellt.

In der aktuellen Saison sind 15 Partien absolviert, bei zehn davon stand Fitz nicht im Kader, vier Mal wurde er nicht eingewechselt, nur ein einziges Mal durfte er sieben Minuten mitwirken. Kein Wunder also, dass der 27-Jährige seinen Traum wieder aufgeben und den Verein wechseln möchte.

Zuletzt kursierten Gerüchte über eine Rückkehr zur Austria oder ein Engagement beim Wolfsberger AC.

„Es gibt mehrere Szenarien und Optionen“, so Fitz, der auf seinen Verein angewiesen ist. „Es hängt davon ab, ob sie mich verleihen oder verkaufen wollen.“

Er will nur spielen

Seine aktuelle Situation ist jedenfalls nicht zufriedenstellend. „Ich will natürlich spielen.“

Warum ihm der Wunsch bei Minnesota nicht erfüllt wird? „Ich kann selbst keinen konkreten Grund nennen. Ich weiß es nicht. Bei den Trainings falle ich jedenfalls nicht ab und kann mit allen mithalten.“ Der Trainer setze auf seine Startelf, die er grundsätzlich nicht gerne verändert. „Selbst bei englischen Wochen ist das so. Daher ist es für einen Ersatzspieler schwer, Minuten zu bekommen oder in die Mannschaft zu rutschen.“

Dominik Fitz kann damit gut umgehen, kennt solche Phasen von früher. „Das habe ich bei der Austria zu meinen Anfängen auch gehabt.“ Nach einem Kurzurlaub in Wien bei der Familie sitzt der Mittelfeldspieler mit seiner Frau wieder in Minneapolis und wartet, was bezüglich Karriere geschieht.

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Die Saison in der MLS wird nach der WM-Pause erst wieder am 23. Juli angepfiffen. Bis dahin sollte sich seine Zukunft geklärt haben. „Ich bin für alles offen.“ Nur ein Wechsel innerhalb der USA muss nicht unbedingt sein. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten – ein Ausdruck, der auf Fitz nicht so richtig zutrifft.

„Das letzte halbe Jahr war wirklich zäh. Ich habe nur trainiert, nie gespielt.“ Dazu kommt noch die große Entfernung zur Familie. Bei einer Flugzeit von 14 Stunden bekommt man auch nicht jede Woche Besuch.

Starke MLS

Von der Qualität und dem Niveau der MLS zeigt sich Dominik Fitz angetan. „Im Vergleich zu Österreich ist sie schon besser. Unsere Mannschaft würde wahrscheinlich in der Bundesliga vorne mitspielen. Es ist aber ein bissl ein anderer Fußball, man hat Einzelspieler in jeder Mannschaft mit richtig viel Klasse. Das unterschätzt man.“

Der Spielmacher von Minnesota, nicht der allseits bekannte James Rodriguez, sondern Joaquín Pereyra sei der beste Fußballer, mit dem er bisher zusammengespielt hat. „Wir haben überhaupt viele Südamerikaner im Team, die alle wunderbare Fußballer sind.“

Und dennoch scheint das Abenteuer für Fitz kein Happy End zu haben.

Kontakt zu Marco Rossi

Dabei haben sich Fitz und seine Frau zu Beginn sehr gut zurechtgefunden, einige Freunde gewonnen. „Auch die Stadt ist leiwand.“ In der Wohnung über Fitz wohnte Österreichs NHL-Spieler Marco Rossi, mit dem er sich sofort gut verstanden hat und regelmäßig Kontakt hält. „Wir haben uns die Matches angeschaut.“

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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