
Grünen-Chefin Leonore Gewessler hat angesichts der Hitzewelle in Österreich Sofortmaßnahmen zum Schutz der Bevölkerung gefordert.
„Auch Menschen ohne Haus am See haben Hitzeschutz verdient“, sagte Gewessler in einer Aussendung. Temperaturen um die 40 Grad und der Umgang damit würden die ungerechte Politik der Regierung aufzeigen. Die Hitze werde immer mehr zu einer gesundheitlichen Bedrohung für die Menschen.
Freier Eintritt ins Bad
„Die Hitze trifft uns alle. Viele können nachts kaum mehr schlafen, weil die Wohnung nicht auskühlt. Für die alte Nachbarin wird der Weg zum Einkauf bei 35 Grad zur Tortur. Auf den Feldern verbrennt die Ernte“, so Gewessler. Auch Menschen, die sich keine externe Kühlung etwa durch Klimaanlagen leisten könnten, bräuchten eine rasch wirksame Entlastung.
Die Grünen schlagen in einer Aussendung etwa kostenfreie Eintritte in Freibäder an besonders heißen Tagen mit Hitzewarnstufe Orange oder Rot (ab circa gefühlten 35 Grad) vor sowie die Einrichtung von Hitzeschutzräumen in allen Gemeinden. Für Mieterinnen und Mieter solle es Erleichterungen bei der Genehmigung von Klimaanlagen und Beschattungssystemen geben. Eine Aufforderung an alle Ministerien gibt es zudem, in den jeweiligen Bereichen Maßnahmen zum Hitzeschutz zu finden und umzusetzen.
„Kühlster Sommer unseres restlichen Lebens“
Klima- und Umweltschutzminister Norbert Totschnig (ÖVP) müsse mehr Verantwortungsbewusstsein zeigen, sagte Gewessler und kritisierte ihren Amtsnachfolger stark: „Am Ende ist dieser Sommer der kühlste unseres restlichen Lebens. Eine Regierung, die diesen Alarm nicht hört, verspielt die Zukunft unseres Landes.
Österreich braucht ein Klimaschutzprogramm, das die Temperatur in einem lebenswerten Bereich hält, sowie Renaturierung und Grünraum zur Kühlung überhitzter Gebiete. Das hat Minister Totschnig vollständig verabsäumt.“
Source:: Kurier.at – Politik



