Hitzeschutz: Wiederkehr will kurzfristig 50 Schulen kühlen

Politik

Bis zu 39 Grad Celsius wurden am Ende des aktuellen Schuljahres in manchen Klassenzimmern gemessen. Temperaturen, bei denen Unterricht wohl eher nicht mehr zumutbar ist. Doch wie könnte man der Hitze in Österreichs Klassenzimmern entgegnen? Bildungsminister Christoph Wiederkehr (Neos) hat mit Andreas Schaffhauser, Generaldirektor von Geosphere Austria, am Mittwoch über die Ergebnisse eines „Hitzegipfels“ unterrichtet.

Die jüngste Hitzewelle hätte die Infrastruktur und Menschen sehr belastet, spricht Wiederkehr von einem „Weckruf“ für zusätzliche Maßnahmen. „Die Annahme ist leider klar, dass die Anzahl der Hitzetage durch den Klimawandel massiv steigen wird.“

Vorerst 50 Projekte

Man sei dabei drei zentralen Fragen nachgegangen, so Wiederkehr. Erstens: Sollen Sommerferien verschoben werden? Resultat: Das sei nur im Gleichklang der Bundesländer möglich, es werde vertiefte Gespräche geben, betont Wiederkehr.

Zweite Frage: Wie kann man Schulgebäude adaptieren? Man müsse langfristig in die Infrastruktur investieren, so der Bildungsminister. Man habe bei den Bundesschulen nun einmal 50 Projekte priorisiert, um kurzfristig Entlastung zu bringen. Hier gehe es um den Einbau von Jalousien, Fenstertausch, Begrünungsmaßnahmen, Nachtlüftungssysteme, aber auch die Klimatisierung von besonders betroffenen Räumen. In Österreich gibt es rund 6.000 Schulgebäude.

Und die dritte Frage: Welche Maßnahmen sind bei Hitzewellen in Schulen nötig, damit diese flexibel reagieren können? Das könnte zum Beispiel sein, dass ab Hitzewarnstufe 2 (gefühlte Temperatur über 30 Grad) Sportunterricht abgesagt werden kann oder ab Stufe 3 (gefühlte Temperatur über 35 Grad) Unterricht ersatzlos gestrichen werden kann. Ein „allgemeines Hitzefrei wurde nicht als sinnvoll angesehen“, so der pinke Minister.

„Mit Abstand tödlichste Naturgefahr“

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Schaffhauser erörtert die Entwicklung der Temperaturen in Österreich. Wenn die Erwärmung so weitergehe, würden die Temperaturen zum Ende des Jahrhunderts noch fünf Grad höher sein als derzeit, so Schaffhauser: „Die Hitzewellen werden intensiver und sie dauern auch länger.“ Sie seien heute um sieben Tage länger als 1960, das würde urbane wie alpine Regionen betreffen. 

Jede Emissionsreduktion würde dazu beitragen, dass sich der Temperaturanstieg verringere, betont Schaffhauser. „Hitze ist mit Abstand die tödlichste Naturgefahr.“ In den letzten acht Jahren habe es mehr Hitzetote als Verkehrstote gegeben.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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