Lily Kings Roman „Herz König“: Jung liebt es sich anders

Kultur

In „Writers & Lovers“ (2021) hat Lily King Casey begleitet, die versucht, ihren ersten Roman zu vollenden, während sie um ihre Mutter trauert und mit ihren Collegeschulden kämpft. In „Herz König“ legt die US-Autorin nun gleichermaßen Prequel und Sequel dieser Geschichte vor. Sie führt zurück in die Collegezeit, in der die Erzählerin berichtet, wie sie erst eine Beziehung mit Studienkollege Sam beginnt, der aber enthaltsam lebt und auch sonst schwierig ist, und sich danach in dessen Freund Yash verliebt. 

Literaten-Pilgern

Diese Beziehung hält sogar, als die von der Clique Jordan genannte (erst der letzte Satz des Romans enthüllt ihre Identität als Casey) nach Paris zieht, um dort auf Vermittlung der Chefin einer ihrer vielen Jobs als Au-pair zu arbeiten. Yash besucht sie sogar und sie pilgern durch Europa an die Stätten, an denen Marcel Proust und Thomas Mann schrieben.

Dynamischer Text

Beide wollen Schriftsteller sein, nur ihr wird es gelingen. Das erfährt man in Teil 2, der einige Zeit nach einem felsenartigen Stolperstein für ihre Liebe einsetzt. Jordan ist nun mit Silas verheiratet, mit zwei Kindern und allerlei Haustieren, aber Yash wird ihr Herz weiter bewohnen. Der Roman ist sehr dynamisch, fast stakkatoartig geschrieben, was ihn aber keine Emotionalität kostet. Man lacht, man weint und man will das alberne Kartenspiel lernen, das alle spielen.

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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