Guterres-Nachfolge: Diese Frau will an die Spitze der UNO

Politik

Zu Jahresende wird UNO-Generalsekretär Antonio Guterres seine letzten Tage im Amt absolvieren. Doch schon im September soll ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin für das höchste Amt in der UNO gewählt werden.

Nominiert sind derzeit vier Frauen und drei Männer, darunter der Chef der in Wien angesiedelten Atomenergiebehörde IAEA, Rafael Grossi. Bei einer ersten Probeabstimmung im Sicherheitsrat der UNO erhielt nun die Costa-Ricanerin Rebeca Grynspan die meisten Stimmen. Die 70-jährige Grynspan leitet derzeit die UN-Organisation für Handel und Entwicklung (UNCTAD) in Genf.

Auf dem zweiten Platz lag die frühere Außenministerin von Guyana, Carolyn Rodrigues-Birkett. Überraschend erst an dritter Stelle folgte der Argentinier Grossi – er hatte seine Kandidatur schon vor Monaten bekannt gegeben.

Wer Anspruch erhebt

Für die kommende, fünfjährige Amtszeit erhebt Lateinamerika den Anspruch auf den Posten des Generalsekretärs. Grundlage ist ein geografisches Rotationsprinzip, das aber in der Vergangenheit nicht immer eingehalten wurde. Eine weitere Bewerberin aus Lateinamerika ist die frühere Präsidentin der UN-Vollversammlung, María Fernanda Espinosa aus Ecuador. Im Rennen sind auch Chiles frühere Präsidentin Michelle Bachelet und der Ex-Präsident des Senegal, Macky Sall.

Der Auswahlprozess verläuft in mehreren Stufen: Die 15 Sicherheitsratsmitglieder stimmen hinter verschlossenen Türen so lange ab, bis eine Kandidatin oder ein Kandidat die erforderlichen neun Stimmen erhält. Dabei haben USA, Großbritannien, China, Frankreich und Russland ein Vetorecht.

Anschließend wird der Konsenskandidat oder die Konsenskandidatin formell von der UN-Vollversammlung ernannt. Österreich, das 2027 wieder einen Sitz im Sicherheitsrat einnehmen wird, darf heuer noch nicht mitstimmen. 

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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