
Von Lukas Bergmann
Der Kremser SC hatte eine turbulente Vorbereitung. Nachdem der Verein eigentlich mit Philipp Zulechner in die neue Saison gehen wollte, schnappte sich der Zweitligist ASK Voitsberg seine Dienste. Auf der Suche wurden die Kremser bei Stefan Maierhofer fündig. Für den Major ist es die erste Cheftrainerstation. Nach einem Punkt aus zwei Ligaspielen wartet der Ex-Teamspieler noch auf den ersten Sieg. Dem KURIER beantwortete er fünf Fragen über…
… seinen Start in Krems
Philipp Zulechner hat die Möglichkeit bekommen und wollte diese wahrnehmen. Der Kremser Sportverein hat ihm dann nichts in die Wege gelegt. Der Verein hat mich kontaktiert, weil wir schon mal zusammengearbeitet haben. Ich habe jetzt keine Transfers tätigen können und die ganze Vorbereitung war ein Sprung ins kalte Wasser, aber ich bin happy mit dem Kader und mit dem, was die Mannschaft bis jetzt gezeigt hat.
… seine bisherigen Trainerstationen
Ich war damals schon ein spielender Co-Trainer und das hat mir auch Spaß gemacht. Dann wollte ich ein bisschen professionellere Strukturen sehen und war beim ÖFB als Talente-Trainer in der Akademie im Burgenland. Das war ein gutes Learning. Ich habe dort auch tolle Menschen kennengelernt und für mein Trainerwissen einige neue Ansätze gewinnen können. Ich habe dann im November letztes Jahr meine Pro-Lizenz abgeschlossen. Jetzt bin ich endlich im Trainerdasein quasi angekommen.
… Work-Life Balance
Meine Frau ist sehr verwundert, wenn ich am Abend daheim den Computer aufmache, und fragt, was ich da mache. Jetzt bereite ich mich zu Hause auf die Gegner vor, früher habe ich diese Dinge immer in der Akademie gemacht, wie ich im Büro war und habe dann den Fußball auch in der Akademie gelassen. Jetzt nehme ich den Fußball mit nach Hause. Die drei Stunden in Krems während und nach dem Training, das ist dann doch auch zu wenig. Du musst daheim Dinge machen, vorbereiten und Videos anschauen. Das mache ich und das gefällt mir an der Arbeit bis jetzt extrem.
… seine Trainervorbilder
Ich habe viele Trainer gehabt, aber ich glaube diejenigen, die mich am meisten geprägt haben und von denen ich einfach auch immer ein Fan war, waren Felix Magath und Hermann Gerland. Die haben mir die Möglichkeit gegeben, Profi zu werden. Das werde ich nie vergessen. Sie waren für mich schon entscheidende Figuren im Profibereich. Von ihnen habe ich mir auch viel abschauen können als Trainer.
… den Einsatz von Medizinbällen
Die Medizinbälle kommen noch nicht zum Einsatz. (lacht) Ich habe den Jungs gesagt: Ihr habt euch die Latte selbst auf die Höhe gelegt und habe ihnen eine richtig schöne Höhe angezeigt bei meiner Körpergröße. Das ist jetzt einfach das Niveau, welches ich von euch tagtäglich sehen will. Wenn wir uns aber gehen lassen und Halligalli machen, dann werden die Medizinbälle kommen.
Source:: Kurier.at – Sport



