Flag-Football: Österreichs Olympia-Traum startet bei der WM

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Knapp 10.000 Kilometer ist Los Angeles von Wien entfernt. Klingt weit, ist es für Österreichs Flag-Footballer aber gar nicht. Sowohl die rot-weiß-roten Frauen als auch die Männer wollen 2028 bei Olympia in der kalifornischen Metropole auf Touchdown- und Medaillenjagd gehen. Die Reise beginnt schon jetzt.

Am Dienstag hebt die AFBÖ-Delegation ab Richtung Düsseldorf. Dort steigt von 13. bis 16. August die Flag-WM, die gleichzeitig als Qualifikationsturnier für Olympia dient. Österreich gehört in der kontaktlosen Variante von Football zur absoluten Weltspitze. Leicht wird es dennoch nicht, sich ein Ticket für L. A. zu sichern. Nur jeweils die beiden Finalisten sind fix bei Olympia dabei. Sollte die USA im Finale stehen, hat auch der Bronzegewinner sein Ticket fix.

Ladies first: Die österreichischen Vizeeuropameisterinnen treffen in einer ausgeglichenen Gruppe auf Großbritannien, Frankreich und China. „Die Mannschaft ist bereit, sich mit den besten Teams der Welt zu messen“, sagt Headcoach Robert Riedl vor dem Abflug. Der Großteil seines Teams hat schon einige Großereignisse miteinander bestritten. Riedl: „Das letzte Trainingscamp hat gezeigt, dass wir sowohl offensiv als auch defensiv einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht haben.“

Olympische Zukunft

Bei den Männern ist Österreich amtierender Vizeweltmeister und trifft in der Gruppe auf Kanada und Japan (Nigeria konnte nicht einreisen, das Spiel wird mit einem Sieg für Österreich gewertet). „Wir sind die Nummer zwei der Welt und wollen zeigen, was wir können“, tönt Headcoach Michael Salamon. Ein Blick auf den Turnierbaum zeigt, dass das AFBÖ-Team die Gruppe tunlichst gewinnen sollte. Mit Platz zwei würde im Viertelfinale wohl der haushohe Favorit USA warten.

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Die WM in Düsseldorf wird jedenfalls ganz groß aufgezogen. So wird ein temporäres Stadion mit Platz für 5.000 Fans errichtet, als Stargast hat sich unter anderem NFL-Boss Roger Goodell angesagt. Auch IOC-Präsidentin Kirsty Coventry soll kommen, sie will sich ein Bild von der Sportart machen. Schon bald wird entschieden, ob Flag-Football auch 2032 Teil des olympischen Programms bleiben wird. Dass es so sein wird, hofft man auch beim AFBÖ. Seit die Sportart olympisch ist, kann im Flag-Football hierzulande noch professioneller gearbeitet werden.

Sollten es die rot-weiß-roten Teams jetzt nicht schaffen, ist der Olympia-Traum zwar noch nicht vorbei, aber es wird kompliziert. Dann geht es über die EM 2027 und weitere Quali-Turniere. Die finden in den USA und erst knapp vor Olympia statt. Diesen Umweg will man sich sparen. 10.000 Kilometer bis nach L. A. sind doch genug.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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