J.D. Vance „wäre nicht schockiert, wenn der Antichrist unter uns weilt“

Politik

J.D. Vance legt in der Fastenzeit eine Social-Media-Pause ein. Auf Roadtrips halte er am liebsten bei Waffle House. Mit seinen Kindern gehe er jede Woche in die Kirche. Und das Treffen mit dem Papst zu Ostern 2025, wie sei das gewesen? „Heftig, Mann“, sagt Vance und beginnt zu erzählen. Am Tag darauf, da sei er schon in Indien gelandet, habe er von Franziskus’ Tod erfahren. „Wow, wild“, sagt sein Gegenüber, das die Frage gestellt hat.

Bryce Crawford, 22 Jahre alt, ist evangelikaler Content Creator und mit mehr als 900.000 Abonnenten allein auf Youtube einer der reichweitenstärksten jungen christlichen Influencer der USA. 71 Minuten lang hat er den Trump-Vize diese Woche interviewt. Am Dienstag wurde die Podcastfolge veröffentlicht – und sorgt seitdem für Aufsehen.

Ende der Welt

Denn Vance, der aller Voraussicht nach 2028 für das Amt des US-Präsidenten kandidieren wird, spricht darin nicht nur über Privates und Berufliches. Vor allem geht es um Gott, „finstere Mächte“ und auch die Möglichkeit des bevorstehenden Weltuntergangs. 

So steht für Vance etwa fest, dass die Endzeit irgendwann kommen werde. „Es ist nur eine Frage, ob sie in Tausenden von Jahren oder in ein paar Monaten kommt.“ Er selbst versuche derweil, „so viel von Gottes Werk wie möglich“ zu tun. „Wenn meine Arbeit zur Endzeit führt, okay. Und wenn sie dazu führt, dass wir eine bessere Welt aufbauen, die noch lange nach meinem Tod weiterbesteht, dann ist das auch großartig.“

Dasselbe gilt für den Antichristen. Die Vorstellung, dass dieser bereits unter den Menschen wandelt, hält Vance, der 2019 zur römisch-katholischen Kirche konvertierte, für plausibel: „Es gibt Dinge auf dieser Welt, die dazu führen, dass ich nicht wirklich schockiert wäre, wenn der Antichrist unter uns weilen würde.“ 

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Auf die Frage, ob er je in einem Raum gewesen sei, der sich „spirituell dunkel“ angefühlt habe, antwortete Vance, er habe an Treffen mit Weltpolitikern teilgenommen und bei manchen Themen durchaus „eine gewisse Dunkelheit“ gespürt. Das lasse in ihm „alle spirituellen Alarmglocken läuten“. Ein Ort, an dem er ganz klar „eine sehr dunkle spirituelle Energie“ gespürt habe, sei aber Gettysburg, Pennsylvania, gewesen – wohl wegen des Blutbads im Bürgerkrieg.

Attentat auf Donald Trump

Gott selbst habe er in dem Attentat auf Donald Trump gesehen. Noch als Wahlkämpfer wurde Trump 2024 in Pennsylvania von einer Kugel am Ohr gestreift. Im entscheidenden Moment, gerade als der Schütze abgedrückt habe, habe sich Trump aber bewegt, erinnert sich Vance. Solche Zufälle würden „nicht ohne die Hand der Vorsehung geschehen“, ist er sicher.

Wäre Trump getötet worden, hätte das sein Vertrauen in das politische System erschüttert. „Ich hätte mich immer gefragt, ob die Ermordung Teil einer größeren Verschwörung ist, eines umfassenderen Plans, dem amerikanischen Volk die Möglichkeit zu nehmen, seinen Willen bei der Wahl des Präsidenten zum Ausdruck zu bringen.“ Mehr noch: „Ich hätte angenommen, dass sehr finstere Mächte Donald Trump aus dem Weg geräumt hätten, gerade als er im Begriff war, ins Weiße Haus zurückzukehren.“

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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