Zahlreiche Tote nach russischen Angriffen in Saporischschja

Politik

Bei russischen Angriffen sind in der Nacht auf Samstag im Südosten der Ukraine mindestens 20 Menschen getötet worden. Unter den Todesopfern seien drei Minderjährige, 32 Menschen seien bei der Attacke verletzt worden, teilte der ukrainische Zivilschutz laut der Nachrichtenagentur Ukrinform mit.

Am Samstag griffen russischen Streitkräfte Kiew mit Drohnen und ballistischen Raketen an. Dabei wurde nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko unter anderem ein Restaurant getroffen. Sechs Menschen seien verletzt worden, fünf von ihnen ins Krankenhaus gebracht worden, schrieb er auf der Plattform Telegram. Weil ein Energieobjekt beschädigt worden sei, gebe es außerdem Probleme bei der Wasserversorgung.

Der staatliche Stromnetzbetreiber Ukrenergo teilte mit, dass ein Großteil der Verbraucher in der Hauptstadt und ihrem Umland infolge russischer Drohnenangriffe ohne Strom sei. Auch der Stromversorger DTEK schrieb bei Telegram von großflächigen Notabschaltungen.

Insgesamt seien in der Nacht 13 ukrainische Regionen attackiert und Wohnhäuser, Infrastruktur und Eisenbahneinrichtungen beschädigt worden, schrieb der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij in sozialen Medien. Die Nacht habe einmal mehr gezeigt, dass Russland nachlassenden Druck als Signal verstehe, weiter Krieg führen und Bomben auf Städte werfen zu können, schrieb Selenskij. „Russland bedankt sich für die Aufhebung der Sanktionen gegen Dieselexporte, indem es fünf Gleitbomben auf Wohngebäude in Saporischschja abwirft.“

Selenskyj warf der russischen Führung Terror gegen die Zivilbevölkerung vor. „Sie setzen auf eine Fortsetzung des Kriegs, Terror gegen normale Menschen und Zerstörung der Infrastruktur“, schrieb er in den sozialen Medien. Es brauche Signale zur Unterstützung der Ukraine und zur Einschränkung der Fähigkeit Russlands, Krieg zu führen.

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Tote bei ukrainischem Angriff in Luhansk gemeldet

Behördenvertreter in der von Russland kontrollierten ostukrainischen Region Luhansk meldeten unterdessen Opfer nach einem ukrainischen Drohnenangriff. Vier Zivilisten seien getötet worden, teilte der von Moskau eingesetzte Gouverneur der Region, Leonid Passetschnik, am Samstag mit. Fünf weitere Menschen seien bei Angriffen in den vergangenen 24 Stunden verletzt worden. Eine Stellungnahme der Regierung in Kiew lag zunächst nicht vor.

Gouverneur: Ukrainische Angriffe auf Region Rostow

Die Ukraine nahm indes auch das südrussische Gebiet Rostow ins Visier. Auf der NASA-Website Firms, die weltweit Brandherde erfasst, waren mehrere Feuer dort zu sehen, wo sich ein Erdöl verarbeitendes Unternehmen befindet. Der Gouverneur der Region, Juri Sljussar, schrieb bei Telegram von Bränden und Schäden an Wohnhäusern infolge ukrainischer Angriffe. Zudem sei eine Eisenbahnbrücke beschädigt worden. Sechs Menschen benötigten demnach ärztliche Hilfe.

Moskau: Mehr als 500 Drohnen abgewehrt

In der Stadt Asow seien zwei Schiffe beschädigt worden. Mehr als 100 Drohnen seien über dem Gebiet Rostow abgewehrt worden. Das Verteidigungsministerium in Moskau gab an, in der Nacht 560 ukrainische Drohnen über russischen Gebieten und der annektierten Krim abgewehrt zu haben.

Russland überzieht die Ukraine seit mehr als viereinhalb Jahren mit einem brutalen Angriffskrieg. Als Teil ihres Abwehrkampfes nimmt Kiew immer wieder auch Ziele im russischen Hinterland ins Visier. Darunter vor allem die für Russlands Kriegskasse so wichtige Ölindustrie.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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