Aufwachsen im Iran, begleitet von der Kamera des Onkels: „All My Sisters“

Kultur

Wer tanzt, kommt in die Hölle, behauptet die Großmutter. Doch das will das kleine Mädchen nicht glauben. Auch ihr Onkel hält dagegen: „Tanzen ist keine Sünde.“

Der Onkel ist der iranische Filmemacher Massoud Bakhshi. 18 Jahre lang hat er seine Nichten beim Aufwachsen in Teheran mit der Kamera beobachtet. Zahra und Mahya sind zuerst kleine Kinder, später kommt Babyschwester Maleka dazu. Bakhshi zeigt den mittlerweile erwachsenen jungen Frauen die Aufnahmen – und sie beobachten sich selbst beim Aufwachsen: Zwei Mädchen, die mit ihren Barbies spielen, einen Beauty-Salon bauen, Englisch lernen.

Die Kamera bleibt fast nur bei den Kindern, die Stimmen der Erwachsenen dringen mit Regeln und Verboten ins Bild. Am Ende vernebelt Bakhshi eine Aufnahme, damit man seine Nichten nicht ohne Kopftuch sieht – und macht dadurch die Zwänge im Iran umso deutlicher sichtbar. 

INFO: Premiere während des Red Lotus Asian Film Festivals (23. bis 26.4.) im Stadtkino, danach regulär im Kino.

Ö/F/D/IRN 2025. 78 Min. Von Massoud Bakhshi. Mit Zahra, Mahya, Maleka.

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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