18-Jähriger findet Gold: Wem gehört der Schatz?

Politik

Es hätte ein gewöhnlicher Sommerjob werden sollen, doch stattdessen stieß der 18-Jährige Kobe Philips im belgischen Dendermonde auf etwas, das sein Leben verändern könnte: Goldbarren im Wert von rund neun Millionen Euro. 

Beim Graben für eine neue Abwasserleitung stießen Kobe und seine Kollegen auf Gold, das jahrzehntelang in einer zugemauerten Kellerwand einer alten Brauerei verborgen gewesen sein könnte. Insgesamt fanden sie 49 Barren von jeweils etwa einem Kilogramm und mehr als 4.000 Goldmünzen. Die Arbeiter dachten nicht einmal daran, den Schatz für sich zu behalten, und riefen sofort die Polizei.

Genau diese Ehrlichkeit könnte sich für den Studenten noch auszahlen. Nach belgischem Recht kann ein Finder eines herrenlosen, verborgenen Schatzes unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf die Hälfte haben.

Bis das geklärt ist, wird der Goldschatz in einem Hochsicherheitstresor in Brüssel verwahrt. Denn nachdem der Fund bekannt geworden war, zog die Baustelle prompt neugierige Schatzsucher an.

Wem gehört der Goldschatz wirklich?

Seit die Nachricht um die Welt gegangen ist, erreichen die Polizei Zuschriften auch aus dem Ausland. Darunter seien laut Polizeichef Patrick Feys auch einige besonders kuriose: Jemand habe sich aus einem früheren Leben daran erinnert, das Gold vor rund 60 Jahren versteckt zu haben. Wie Feys gegenüber der ARD berichtete, kam ein weiterer Hinweis aus Lettland: Der Großvater des Absenders soll einst in Dendermonde gearbeitet und erzählt haben, er habe Geld in einer Wand versteckt. Auch andere vermeintliche Besitzer und selbsternannte Experten sollen sich bei der Polizei gemeldet haben, vermutlich um ein Stück vom Millionenfund abzubekommen.

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Die Polizei muss nun zwischen echten Hinweisen und abenteuerlichen Geschichten unterscheiden. Denn wem das Gold tatsächlich gehört, ist noch längst nicht geklärt.

Die Spur führt die Polizei zumindest in die Vergangenheit des Gebäudes: Es gehörte einst der wohlhabenden Brauerfamilie Van Assche. Könnte die Familie das Vermögen dort versteckt haben? Gleichzeitig wird auch geprüft, ob das Gold mit kriminellen Aktivitäten aus der späteren Geschichte des Hauses zusammenhängen könnte. Bewiesen ist bislang weder das eine noch das andere.

Findet sich bis 2031 kein rechtmäßiger Eigentümer, würde die Hälfte an die Hilfsorganisation gehen, der das Gebäude heute gehört – die andere könnte dem Studenten Kobe Philips gehören. Mit 23 Jahren wäre er damit um einige Millionen reicher.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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