
Monatelang dümpelte die weltgrößte Kryptowährung Bitcoin bei Kursen von unter 65.000 Dollar herum, nachdem sie seit Oktober zeitweise fast die Hälfte an Wert verloren hatte. Die Ankündigung von US-Anleiheverkäufen in der vergangenen Woche brachte wieder Bewegung in den Markt. Bis Freitagnachmittag stieg der Bitcoin-Kurs zeitweise auf fast 77.000 Dollar. Ein Kursplus von fast 20 Prozent innerhalb einer Woche.
Die Aussicht auf sinkende langfristige Renditen und einen schwächeren Dollar ließ die Risikobereitschaft der Investoren steigen und machte alternative Vermögenswerte und Kryptowährungen wieder attraktiv. Auch ein Treffen von Vertretern der Krypto-Branche mit US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus am Donnerstag machte Anlegern Hoffnung. Trump stellte dabei regulatorische Erleichterungen und angeblich auch staatliche Bitcoin-Käufe in Aussicht.
Einen zusätzlichen Schub erhielt der Kurs der Digitalwährung, weil viele Investoren auf weiter fallende Kurse gewettet hatten. Durch den Kursanstieg waren sie zu verlustreichen Rückkäufen gezwungen. Allein dadurch gerieten 1,4 Mrd. Dollar in Bewegung. Bereits davor sollen auch wieder erhebliche Mittel in börsengehandelte Bitcoin-Fonds geflossen sein.
Plus auch bei Ether & Co.
Auch andere Kryptowährungen verzeichneten in der vergangenen Woche teils noch deutlichere Kursgewinne. Ether notierte am Freitag mit einem Wochenplus von mehr als 26 Prozent bei knapp 2.375 Dollar. Solana legte sogar um mehr als 30 Prozent auf knapp 91 Dollar zu.
Wie geht es weiter?
Darüber, ob mit den Kursanstiegen der vergangenen Tage auch die Flaute am Kryptomarkt überwunden ist, herrscht unter Marktbeobachtern Uneinigkeit. Einige sehen die Zeichen weiter auf Bärenmarkt und Kryptowinter. Andere halten im Jahresverlauf Kurse von bis zu 100.000 Dollar durchaus für möglich.
Source:: Kurier.at – Wirtschaft



