Erster Flieger vom Iran nach Kabul seit Taliban-Übernahme startete

Politik

Eine Maschine soll 19 Passagiere von der ostiranischen Stadt Mashhad in die afghanische Hauptstadt gebracht haben.

Am Mittwoch ist zum ersten Mal seit der Machtübernahme der militant-islamistischen Taliban ein Charterflug aus dem Iran in Richtung Kabul gestartet. Eine Maschine der iranischen Fluggesellschaft Mahan brachte Medien zufolge 19 Passagiere von der ostiranischen Stadt Mashhad in die afghanische Hauptstadt.

EPA/STRINGER

Ende August übernahmen die militant-islamistischen Taliban gewaltsam Afghanistan.

Nach der Machtübernahme der militant-islamistischen Taliban Mitte August hatte die zivile Luftfahrtbehörde des Iran Charterflüge nach Kabul eingestellt. Sie werden nun aber begrenzt wieder aufgenommen.

Kritik an Taliban-Regierung

In der iranischen Regierung herrscht Uneinigkeit über den Umgang mit den Taliban: Präsident Ebrahim Raisi fordert die Bildung einer umfassenden Regierung in Kabul, die alle politischen Gruppen im Land repräsentiert. Raisi wolle zwar Verhandlungen mit den Taliban, aber keine Minderheitsregierung unter deren Führung, hieß es.

Vor etwa einer Woche stellten die Taliban eine Übergangsregierung vor. Darunter befand sich keine Frau noch eine Person aus einer ethnischen Minderheit, die Regierung bestand ausschließlich aus treuen Taliban-Mitgliedern.

Zwischen dem Iran und Taliban gibt es neben politischen auch religiöse Differenzen. Für sunnitische Taliban-Extremisten war der schiitische Iran in der Vergangenheit stets ein religiöser Erzfeind.

Flüchtlingswelle befürchtet

Sorgen macht sich der Irans jedoch vor allem um eine erneute Flüchtlingswelle, wie 1979 nach der sowjetischen Invasion in Afghanistan. Damals flohen Millionen afghanische Flüchtlinge in den Iran.

Wegen der Corona-Pandemie und der Wirtschaftskrise gilt es jedoch als eher unwahrscheinlich, dass die iranische Führung so etwas wieder erlaubt. An den Grenzübergängen wurden vorerst provisorische Pufferzonen eingerichtet, die afghanischen Flüchtlingen zumindest vorerst Schutz und Sicherheit bieten sollen.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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