Musks Millionen sollen es für Trump richten

Politik

Der Aktienmarkt ist dem reichsten Mann der Welt nicht immer hold. Der Kursverfall bei SpaceX und seinem E-Auto-Konzern Tesla hat Elon Musks Kontostand heftig zugesetzt. War der Unternehmer mit dem Rekord-Börsengang seiner Raumfahrtfirma am 12. Juni zum ersten Billionär der Menschheit aufgestiegen, so sind nicht einmal zwei Monate später von den mehr als 1.000 Milliarden US-Dollar laut Forbes „nur“ noch 708 Milliarden übrig.

Sorgen muss man sich um den Mann keine machen. Die eine oder andere Million leistet sich Musk gerne, wenn es die Sache wert ist. Und Spenden für den Wahlkampf von Donald Trumps Republikanern für die Kongresswahlen am 3. November sind es offenbar.

Musk war in Trumps Wahlkampf 2024 mit rund 250 Millionen Dollar der größte Einzelspender. Seine danach ruhend gestellte Spendenplattform „America PAC“, gegründet mit Freunden und Verbündeten aus dem rechtskonservativen Lager der US–Tech-Milliardäre, hat Musk für die Midterm-Elections reaktiviert.

„America PAC war ein unverzichtbarer Partner im Jahr 2024, und ihre Rückkehr für 2026 ist ein enormer Schub für die Republikaner im ganzen Land“, sagte Trump-Berater James Blair zur US-Website Axios, die über das Thema als erstes Medium berichtete.

Musks Rückkehr als Big Spender ist alles andere als selbstverständlich. Sein Engagement 2024 hat ihn für ein paar Monate zu einem der engsten Vertrauten von Trump werden lassen. Er bekam eine Sonderrolle bei der radikalen Streichung von Staatsausgaben. Seine Sondereinheit DOGE ging nach dem Vorbild von Argentiniens Präsident Milei mit der Kettensäge ans Werk – etwa bei den Ausgaben für die Entwicklungshilfe. Das führte zu heftigen Protesten, nicht nur in den USA, die auch auf Tesla durchschlugen.

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Spätestens im Sommer 2025 kam es zu Streit und Entfremdung zwischen den Alpha-Männern. Der Tech-Milliardär prangerte die enorme Neuverschuldung für das zentrale Steuergesetz des Präsidenten, die „Big Beautiful Bill“, öffentlich an – und drohte sogar mit der Gründung einer eigenen Partei. Trump konterte, der Tesla-Boss sei nur verärgert, weil er Subventionen für E-Autos gestrichen habe.

Zwischenzeitlich soll sich das Verhältnis der beiden wieder gebessert haben, berichten US-Medien. Musk dürfte seit Ende 2025 wieder für die Republikaner spenden.

Großer Vorsprung

Laut Axios liegt Trumps Partei um mindestens 300 Millionen Dollar an verfügbaren Wahlkampfgeldern vor den Demokraten. In einer Zeit der schlechten Umfragewerte Trumps aufgrund der hohen Inflation wegen des Iran-Krieges hoffen seine Strategen, die Stimmung mit dem vielen Geld drehen zu können. Mit Musks Millionen soll wie 2024 die konservative Wählerschaft vor allem in den entscheidenden Swing States angesprochen werden – mit Hausbesuchen, Postsendungen und digitaler Werbung.

Aktuell haben die Republikaner die Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses. Sollten ihnen die Demokraten auch nur eine davon abnehmen, können sie Gesetzesvorhaben der Trump-Regierung blockieren.

Was bekommt Musk für sein Geld? Ein Beispiel: Erst am vergangenen Dienstag verkündete Verkehrsminister Sean Duffy, den privaten US-Raumfahrtsektor künftig von lästigen Umweltvorschriften befreien zu wollen. Dadurch soll die Frequenz der Weltraumstarts erhöht und die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber China verbessert werden. Klarer Hauptprofiteur: SpaceX von Elon Musk.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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