Frauenbudget steigt und ist bis 2031 abgesichert

Politik

Die österreichische Bundesregierung erhöht das Frauenbudget im Doppelbudget 2027/28 auf 55 Millionen Euro jährlich. Das entspricht einem Plus von rund 21 Millionen Euro bzw. 61 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 34,1 Millionen Euro. Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) bezeichnete die Erhöhung als Ergebnis harter Budgetverhandlungen. Das Budget ist demnach bis 2031 abgesichert.

Der größte Teil der Mittel fließt in Frauen- und Mädchenberatungsstellen, die österreichweit jährlich rund 200.000 Beratungen leisten. Für den Gewaltschutz stehen über eine verlängerte 15a-Vereinbarung mit den Bundesländern 3 Millionen Euro für Frauenhäuser, Krisenintervention und juristische Prozessbegleitung bereit.

150.000 Euro für ZARA

Weitere 1,75 Millionen Euro gehen an Gewaltschutzzentren, eine Million Euro an Gewaltambulanzen. Das Programm StOP – Stadtteile ohne Partnergewalt – wird künftig mit 150.000 Euro aus dem Frauenbudget gefördert. Auch digitale Gewalt soll stärker adressiert werden, unter anderem durch eine Förderung der Organisation ZARA in Höhe von 150.000 Euro jährlich.

Gleichbehandlungsanwaltschaft und Gleichbehandlungskommission erhalten zusammen rund 9 Millionen Euro. Beide Einrichtungen bieten kostenlose Beratung bei Diskriminierungsfällen an.

Darüber hinaus wird erstmals seit 2010 wieder ein umfassender Frauenbericht in Auftrag gegeben. Der Frauenbericht 2028 soll eine geschlechtsdifferenzierte Bestandsaufnahme zu Themen wie Arbeitsmarkt, Gesundheit, Gewalt und Antifeminismus liefern. 

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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