
Das Medtech-Start-up Ainovo hat den Vorentscheid des Start-up World Cups in Innsbruck gewonnen. „Es war eine großartige Erfahrung, so viele beeindruckende Projekte kennenzulernen“, berichtet Co-Gründerin Johanna Reinedahl. „Umso mehr freut es uns, nun ins Finale eingezogen zu sein.“ Denn im Rahmen der ViennaUP am 18. Mai wird das österreichische Start-up des Jahres entschieden. Die Gewinner reisen in die USA nach San Francisco, um Österreich beim World Cup im Silicon Valley zu repräsentieren.
In Wien laden invest.austria und AustrianStartups seit rund sechs Jahren zum Österreich-Finale ein. Hannah Wundsam ist Managing Director bei AustrianStartups und zugleich Vorsitzende des Investment Committees von Ignite Ventures der Wirtschaftsuniversität Wien. Was der Start-up-Cup jungen Gründerinnen und Gründern bringt, erklärt sie dem KURIER.
KURIER: In rund zwei Wochen findet der Start-up World Cup in Wien statt. Worum geht es da genau?
Hannah Wundsam: Grundsätzlich geht es darum, auf der ganzen Welt die Top-Start-ups vor den Vorhang zu holen. Wir haben dafür eine Tour durch die österreichischen Bundesländer gemacht, um die besten Start-ups Österreichs kennenzulernen. Es gab vier Vorentscheide, aus denen zwölf Finalisten hervorgegangen sind, die nun in Wien antreten werden. Sie haben vor einer Expertenjury zwei Minuten Zeit für ihren Pitch und drei Minuten für Fragen.
Was kann man bei dem Event gewinnen?
Es gibt unterschiedliche Partner, die Preise, Beratungen und Austausch stellen. Der Hauptpreis ist, dass man einen Platz beim Finale im Silicon Valley bekommt. Die Reise wird finanziert und man bekommt vor Ort auch Unterstützung. Der Hauptpreis beim US-Finale ist außerdem ein Investment von einer Million Dollar.
Abgesehen davon, warum würden Sie jungen Gründerinnen und Gründern empfehlen, mitzumachen?
Es geht um mehr als nur die Chance, sich zu präsentieren und zu gewinnen. Im Zuge des Cups bringen wir Start-ups, Business Angels und Investoren in den unterschiedlichen Regionen zusammen. Es sind also nicht nur Pitch-Events, sondern Matchmaking-Events, mit der Möglichkeit, sich beispielsweise Erstgespräche für ein potenzielles Investment zu sichern. Ich würde außerdem empfehlen, teilzunehmen, um Präsenz zu zeigen. Gerade am Anfang geht es darum, ein Netzwerk aufzubauen. Immerhin präsentiert man in Wien vor 600 Personen seine Ideen.
Man bekommt also viel Aufmerksamkeit. Wirft es ein schlechtes Licht auf die Firma, wenn sie verliert?
Keine Juryentscheidung ist zu 100 Prozent gut oder schlecht. Es ist nur eine Momentaufnahme und es bleiben ja nicht nur die Gewinner in Erinnerung, sondern auch jene Start-ups mit besonders spannenden Ideen. Was wir immer wieder von teilnehmenden Start-ups hören, ist: Auch wenn sie das Finale nicht gewonnen haben, haben sie auf dem Event ihre Investoren kennengelernt. Es war somit ein extrem wertvoller Prozess.
Noch hat kein heimisches Start-up das Finale in den USA für sich entscheiden können – was hat sich aber bisher aus den österreichischen Cups ergeben?
Aus den bisherigen Teilnehmern sind schon sehr spannende und erfolgreiche Start-ups sowie Scale-ups entstanden. Zum Beispiel war das Life-Science-Start-up Lignovations ein Gewinner oder das Proptech-Start-up reebuild.
Source:: Kurier.at – Wirtschaft



