
Nordkorea hat seinen harten Kurs gegenüber den USA bekräftigt und einen weiteren Ausbau des eigenen Atomwaffenprogramms verteidigt.
Ein Sprecher des Außenministeriums in Pjöngjang warf der US-Regierung am Montag vor, dass sich deren feindselige Politik nicht geändert habe. Als Beleg verwies er darauf, dass Washington weiter an einer vollständigen nuklearen Abrüstung Nordkoreas festhalte. Außerdem plane die USA weiterhin nächste Woche ein Militärmanöver mit Südkorea und Japan.
Atomwaffen für „Frieden und Sicherheit“
In der von der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA veröffentlichten Stellungnahme wird auch die Notwendigkeit des eigenen Atomprogramms betont. „Unsere Atomwaffen dienen als absolute Garantie für die Verteidigung unserer Souveränität“, wird der Sprecher zitiert.
Ein kontinuierlicher Ausbau des Atomwaffenarsenals sei die „verantwortungsvollste und richtige Option, um Frieden und Sicherheit in der Region zu gewährleisten“.
Damit erteilt Nordkorea auch den jüngsten diplomatischen Avancen von US-Präsident Donald Trump eine Absage. Trump hatte ein im August mit Südkorea abgehaltenes Militärmanöver um die Hälfte reduziert und bei der Entscheidung auch auf seine angeblich „sehr gute Beziehung“ zu Nordkoreas stalinistischem Machthaber Kim Jong-un verwiesen. Zudem gab er öffentlich an, mit einem gemeinsamen Treffen noch in diesem Jahr zu rechnen. Auch die südkoreanische Regierung hatte jüngst erneut versöhnliche Töne angeschlagen. Auch mehr als 70 Jahre nach dem Korea-Krieg herrscht auf der geteilten Koreanischen Halbinsel formell Krieg, weil damals nur ein Waffenstillstand, aber kein Friedensvertrag geschlossen wurde.
Verteidigungsminister in Nordkorea entlassen
In Nordkorea ist Verteidigungsminister No Kwang-chol entlassen worden. Bei einer von Machthaber Kim Jong-un geleiteten Sitzung seien „Pläne zur strukturellen Neuorganisation“ der Militärführung des Landes beschlossen worden, berichtete die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA am Samstag. Der bisherige Verteidigungsminister No sei entlassen und auch in der Hierarchie der Arbeiterpartei zum „Vizedirektor der Abteilung für Rüstungsindustrie“ herabgesetzt worden.
Neuer Verteidigungsminister des kommunistischen Landes wird demnach der bisherige Leiter des Generalpolitbüros der Koreanischen Volksarmee, Kim Song-gi. KCNA berichtete von weiteren Beförderungen im Zuge des Umbaus der Militärführung.
Source:: Kurier.at – Politik



