USA greifen erstmals seit Wochen Ziele im Iran an, Teheran schlägt zurück

Politik

Die US-Armee hat Sonntagabend erstmals seit Wochen wieder Ziele im Iran angegriffen.

Dabei sei die iranische Insel Larak in der Straße von Hormus attackiert worden, erklärte das für die Region zuständige US-Militärkommando CENTCOM. Der Angriff galt zwei Raketenabschussstellungen, an denen die iranischen Revolutionsgarden den Abschuss von mit Seeminen bestückten Raketen vorbereitet hätten. Laut Revolutionsgarden wurden mehrere Soldaten und Zivilisten getötet und verwundet.

Gegenangriffe

Im Gegenzug attackierten die Revolutionsgarden nach eigenen Angaben zwei US-Stützpunkte in Jordanien mit ballistischen Raketen. Dies sei die Vergeltung für den US-Angriff auf Larak, berichteten iranische Medien Montagfrüh. Ziel des Beschusses seien die Militärbasen King Hussein und Al Azraq gewesen.

Dem US-Sender Fox News zufolge blieben die Angriffe zunächst ohne größere Auswirkungen. Fast alle anfliegenden Raketen seien abgefangen worden, berichtete der Sender unter Berufung auf US-Kreise.

Neue Sanktionen geplant

Im seit sechs Monaten andauernden Krieg gegen den Iran hatten die USA zuletzt vor allem auf wirtschaftlichen Druck gesetzt. US-Finanzminister Scott Bessent kündigte vor wenigen Tagen eine „wirtschaftliche Erstickung“ des Iran an. Verschärfte Sekundärsanktionen sollen auch ausländische Geschäftspartner Teherans treffen. US-Präsident Donald Trump sprach von einem umfassenden „Wirtschaftskrieg“ gegen Teheran.

Das US-Finanzministerium plant nach den Worten von Bessent wöchentlich neue Sekundärsanktionen gegen Teheran. Zunächst stünden Banken im Fokus, sagte Bessent Reuters. Man werde den Geldhäusern klarmachen, dass es nicht in Ordnung sei, iranisches Geld zu verwalten und das Regime zu unterstützen.

Der nächste Schritt könne sein, ein Institut vollständig vom dollarbasierten Finanzsystem abzuschneiden. Bessent will diese Botschaft auch beim anstehenden Treffen der G20-Finanzminister übermitteln: Wer die wirtschaftlichen Beziehungen zum Iran nicht kappe, müsse mit Sekundärsanktionen rechnen.

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Verlängerung von Iran-Einsatz untragbar? Pentagon dementiert

Das US-Verteidigungsministerium hat einen Medienbericht teilweise dementiert, wonach mehrere hochrangige US-Militärs vor einer Verlängerung des US-Einsatzes gegen den Iran gewarnt haben. „Vieles davon ist schlichtweg falsch“, schrieb Pentagon-Sprecher Sean Parnell auf X. Er betonte, dass die Veröffentlichung streng geheimer Lageberichte ein „Verbrechen“ sei. In einem Statement sagte Parnell, dass der Artikel „ein schlecht recherchierter Bericht voller Ungenauigkeiten“ sei.

Zu internen operativen Abläufen oder bestimmten Risikobewertungen wolle er sich nicht öffentlich äußern. Zuvor hatte die „Washington Post“ unter Berufung auf mit einem geheimen Dokument vertraute Personen berichtet, dass mehrere hochrangige US-Militärs Verteidigungsminister Pete Hegseth darauf hingewiesen hätten, dass eine Verlängerung groß angelegter Operationen gegen den Iran nicht tragbar sei. Außerdem könnten dadurch die Fähigkeiten der Streitkräfte, Bedrohungen auch in der Heimat abzuwehren, eingeschränkt werden, schrieb die Tageszeitung unter Berufung auf das Secretary of Defense Orders Book (SDOB).

Warnungen seitens der Militärführung

Dabei handelt es sich laut „Washington Post“ um eine in der Regel zweimal im Monat zusammengestellte Übersicht über die weltweite Verfügbarkeit von US-Kriegsschiffen, Flugzeugen, Personal und Waffensystemen. Die Warnungen seien von Oberbefehlshabern von Heer, Marine und Luftwaffe sowie den Viersternegenerälen, die die US-Operationen in Europa, Asien und Lateinamerika leiten, ausgesprochen worden, hieß es weiter.

Laut dem Dokument sei vorgesehen, dass einige in Nahost stationierten Truppen bis September und andere bis 2027 dort bleiben sollen. Eine mögliche Verlängerung des Truppeneinsatzes habe die Militärführung dazu veranlasst, ihre Besorgnis zu äußern.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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