
Nach dem 3:1 im Semifinal-Hinspiel gegen Schachtar Donezk befindet sich Coach Oliver Glasner mit Crystal Palace in der Fußball-Conference-League in sehr guter Position. Am Donnerstag (21.00 Uhr MESZ, live Sky) empfängt der Österreicher mit den Eagles die Ukrainer nun daheim. Es wäre sein zweites Europacup-Finale, 2022 gewann er mit Eintracht Frankfurt die Europa League. Nach der Saison wird er Crystal Palace verlassen, der Conference-League-Titel wäre ein krönender Abschluss.
Zeitgleich geht es für Philipp Lienhart in der Europa League mit dem SC Freiburg mit Heim-Bonus gegen SC Braga um den Einzug ins Endspiel. In Portugal gab es eine 1:2-Niederlage. Zu einem Österreicher-Duell wird es in diesem Spiel vermutlich nicht kommen. Bragas Florian Grillitsch laboriert nach wie vor an einer Muskelverletzung.
Im anderen, rein englischen Halbfinal-Duell mit Aston Villa darf Nottingham Forest vom Europa-League-Finale träumen. Im Hinspiel schlugen sie die favorisierten Gäste aus Birmingham 1:0. Allerdings dürften die Erinnerungen des zweifachen Meistercup-Siegers (1979, 1980) an den Villa Park keine guten sein. Beim bisher letzten Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften unterlag Nottingham dort mit 1:3.
Glasner zitiert Polster
Für Crystal Palace wäre es das erste Europacup-Endspiel, auf internationaler Bühne kam man noch nie so weit. National gewannen die Londoner mit Glasner in der vergangenen Saison erstmals den FA-Cup, zu Beginn der laufenden Saison holten sie gegen Meister Liverpool auch den Community Shield. Gegen Donezk blickt Glasner nach dem dominanten Auftritt positiv auf das Rückspiel. „Vor ein paar Jahren war ein Europacup-Finale weit weg für Crystal Palace. Jetzt ist es zum Greifen nahe“, sagte der Oberösterreicher vor dem Heimspiel. Man wisse, dass man Geschichte schreiben könne. „Wir können den Fans Momente schenken, die für immer bleiben.“
In der Premier League befindet sich Crystal Palace nur auf Rang 15, zuletzt verloren die Eagles mit 0:3 gegen Bournemouth. Glasner wird sich im Sommer aus dem Selhurst Park verabschieden. Er wird als bisher erfolgreichster Trainer des Clubs gehen. Auf die Frage eines Journalisten, ob ihm zu Ehren eine Statue errichtet werden solle, zitierte der 51-Jährige Toni Polster. „Ich will kein Denkmal, darauf scheißen ja nur die Tauben“, sagte Glasner mit Verweis auf den ehemaligen Torjäger. Die anwesenden Pressevertreter waren sehr amüsiert. Auf die Hoffnungen der Anhänger auf einen weiteren Titel angesprochen, meinte Glasner: „Die Fans wollen wieder Honig. Mit Avocado werden sie nicht glücklich sein.“
Der Finalgegner in der Conference League wird im Parallelspiel zwischen Rayo Vallecano und Racing Straßburg in Frankreich in deren erstem Duell ermittelt. Nach dem 1:0-Sieg der Franzosen im Hinspiel ist die Favoritenrolle nicht eindeutig vergeben. In der spanischen bzw. französischen Liga belegen beide Teams Plätze im Mittelfeld. Ein Sieg in der Conference League kann jeweils die einzige Möglichkeit sein, nächste Saison europäisch zu spielen.
Source:: Kurier.at – Sport



