Euphorie bei Arsenal: „Jetzt träumen sie vom ultimativen Double“

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Die internationalen Medien überschlugen sich nicht gerade vor Begeisterung nach dem 1:0-Halbfinal-Sieg von Arsenal gegen Atletico Madrid, das den Londonern nach dem 1:1 im Hinspiel den Einzug ins Finale verschaffte. „Es war kein Spiel für Feinschmecker“, schrieb die BBC auf ihrer Webseite und der Guardian befand: „Es ging einfach nur darum, den nächsten Schritt zu machen.“

In der eigenen Hand

Dennoch hat sich die Stimmung bei Arsenal innerhalb von nur 24 Stunden gedreht. Am Montagabend verpasste Liga-Rivale Manchester City beim 3:3 bei Everton zwei wichtige Punkte im Titelkampf. Die Gunners haben ein Spiel mehr absolviert, liegen allerdings fünf Punkte vor der Mannschaft von Trainer Pep Guardiola. Am Dienstag fixierte man den Einzug ins Endspiel der Champions-League gegen Bayern oder PSG (nach Redaktionsschluss). Und so schrieb The Sun: „Nach einer Nacht voller Entschlossenheit, die von defensiver Brillanz geprägt war, träumen sie vom ultimativen Double.“ Für das Team von Mikel Arteta wäre es der 14. englische Meistertitel und der allererste Triumph in der Champions League.

Nach dem Schlusspfiff gegen Atletico hätte man glauben können, Arsenal habe bereits eine Trophäe gewonnen. Siegtorschütze Bukayo Saka sackte zusammen, Spieler lagen sich in den Armen und Trainer Mikel Arteta tanzte auf dem Rasen. Das sonst eher nüchterne Emirates-Stadion verwandelte sich in eine Party-Arena. Die Freude war so groß, dass sogar TV-Experte Wayne Rooney monierte: „Ich finde die Feierlichkeiten etwas übertrieben. Feiert, wenn ihr gewonnen habt.“

In der gesamten Champions-League-Saison blieb Arsenal bisher unbesiegt, neunmal spielten sie zu null. Diese Defensivstärke wird auch den Finalgegner am 30. Mai in der Budapester Puskas Arena beschäftigen.

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Der 1:0-Sieg im Rückspiel gegen das Team von Trainer Diego Simeone war verdient. „Jetzt erreichen wir das Niveau eines Spitzenklubs, der dauerhaft um die größten Titel mitspielen will“, sagte Arteta. „Darauf kommt es an, und wir müssen das dauerhaft aufrechterhalten.“ Verflogen sind Zweifel und Frust der vergangenen Wochen. Die Chancen im FA Cup und Ligacup hat man teilweise peinlich verspielt, in der Meisterschaft unnötig Punkte liegen gelassen. Nur mit Mühe und Glück hatte man sich gegen Sporting Lissabon ins Halbfinale der Champions League gezittert.

Der ewige Zweite

Trotz der 13 Meistertitel haftet Arsenal das Image des ewigen Zweiten an. Drei Jahre in Folge waren sie zuletzt englischer Vizemeister, 2006 standen sie zum bisher einzigen Mal im Finale der Champions League und verloren – 1:2 gegen Barcelona.

Noch vor dem Finale geht es für Arsenal am Sonntag in der Meisterschaft weiter. Mit drei Siegen in den letzten drei Spielen wäre man fix Meister. Im Derby wartet das abstiegsgefährdete West Ham. Mikel Arteta und seine Spieler sind jedoch gewarnt. Ein Ausrutscher gegen die Hammers könnte die Stimmung wieder ins Negative kippen lassen.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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